Infrastruktur Bezahlbaren Wohnraum ermöglichen

Senden / Katrin Stahl 14.09.2018

Zufriedene Gesichter beim Pressetermin am Mittwoch: Der Sendener Bürgermeister Raphael Bögge und Marco-Manuel Reyes, Geschäftsführer der Sendener Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG), haben das neue Bauprojekt der Gesellschaft im Stadtteil Witzighausen vorgestellt.

Es sei „ein erster wichtiger Schritt in Richtung bezahlbarer Wohnraum“, da waren sich die beiden einig. Nicht einstimmig, jedoch mit großer Mehrheit hatte der Aufsichtsrat am Dienstagabend das Bauvorhaben im Gebiet „Gänsäcker“ beschlossen. Nun kann aus den Planungen Realität werden – und das schon sehr bald: Vermutlich im November dieses Jahres soll der Spatenstich erfolgen, die Baufertigstellung ist für Ende 2019 geplant. „Wir haben uns ein strammes Programm vorgenommen“, sagt Reyes, „aber wir sind auch sehr glücklich über dieses Projekt.“

Bezahlbarer Wohnraum

Das Projekt „Gänsäcker“, das heißt in Zahlen: vier Gebäude mit 32 Wohneinheiten auf insgesamt 2400 Quadratmetern Wohnfläche. Bezahlbarer Wohnraum ist dabei das Schlagwort: Die zwischen 55 und 105 Quadratmeter großen Wohnungen sollen ein Angebot für finanziell schwächer gestellte Menschen sein. Jeweils ein Drittel, so Reyes, seien Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen, die restlichen 10 Prozent Fünf-
Zimmer-Wohnungen. Sowohl Alleinstehende als auch Familien mit geringerem Einkommen sind angesprochen. Benötigt wird ein sogenannter Wohnberechtigungsschein. Den erhalten Mietinteressenten im Landratsamt Neu-Ulm. Der Quadratmeterpreis in den neuen Wohnungen wird Reyes zufolge zwischen fünf und sechs Euro liegen.

Auf weiteren 200 Quadratmetern Gewerbefläche soll zudem sehr wahrscheinlich ein Dorfladen entstehen. Die Gesellschaft hierfür ist noch nicht gegründet worden. Ein Arbeitskreis beschäftige sich jedoch intensiv mit den Planungen, und Bürgermeister Bögge zeigt sich  optimistisch: „Die Idee eines Ladens ist bei der Bevölkerung auf großes Interesse gestoßen.“

Das neue Bauvorhaben bezeichnen Bögge und Reyes als „spannendes und innovatives Projekt“. Mit der Holz-Hybrid-Bauweise werde  ein nachwachsender Rohstoff verwendet, zudem seien die Gebäude energiefreundlich. Auch über die Installierung einer Fotovoltaikanlage denken die Planer nach.

Nächstes Projekt in Planung

Wie es nun bei der SWSG weitergeht? Die Gesellschaft bereitet schon das nächste Bauvorhaben in Senden-Ay auf dem Grundstück „Bei der Herrenmühle“ neben dem Seniorenheim Haus Konrad vor. Am 25. September wird der Sendener Bauausschuss über den Entwurf des Bebauungsplans beraten. Bögge verriet am Mittwoch nur so viel: Mehr als 100 Wohnungen werden es nicht – mit einer Nummer größer als bisher sei jedoch zu rechnen.

Gesellschaft ist eine Tochter der Stadt

Struktur Die Sendener Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) wurde im März 2017 als Tochter der Stadt Senden gegründet. Geschäftsführer ist Marco-Manuel Reyes. Seit April dieses Jahres agiert die Gesellschaft in ihren eigenen Räumlichkeiten in der Hauptstraße 28 in Senden.

Projekt Bei dem neuen Bauvorhaben im Stadtteil Witzighausen handelt es sich um das erste Projekt, bei dem die SWSG selbst als Bauherr auftritt. Das Gebiet an der Illerberger Straße hat die Gesellschaft bereits voriges Jahr im September erworben. Der Spatenstich ist für November geplant.

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