Kreis Neu-Ulm Bewerbung als Bildungsregion

Kreis Neu-Ulm / MICHAEL JANJANIN 13.11.2012
Der Kreis Neu-Ulm als eine Region, der Bildung wichtig ist. Als solche will sich des Landkreis nun in Bayern profilieren - und zertifizieren lassen.

Die Bildungsregion Neu-Ulm ist eine Initiative, die Landrat Erich Josef Geßner angestoßen hat. Als einer der ersten Landkreise hat Neu-Ulm im Jahr 2010 begonnen, Ideen an der Basis zu sammeln, wie Schulen und Kindertagesstätten mit professionellem wie ehrenamtlichem Einsatz weiterentwickelt werden können. Gestern hat der Schul- und Kulturausschuss beschlossen, sich mit den bereits in der Zukunftswerkstatt 2010 angestoßenen Projekten und den Zielen, die man noch erreichen will, um das Zertifikat "Bildungsregion in Bayern" zu bewerben.

In einem ersten Dialogforum im Sommer hatten viele Menschen, die im Landkreis für Bildung und Erziehung zuständig sind, den Rahmen abgesteckt - und Arbeitskreise gegründet: "Übergänge organisieren und gestalten" heißt einer. Hierbei geht es zum Beispiel um die Kommunikation zwischen Kindergärten und Grundschulen. Diese gilt es weiter zu entwickeln und auf alle Schularten untereinander zu übertragen. Den Vorsitz hat Beate Altmann, Rektorin der Grundschule Neu-Ulm Stadtmitte. Schulische und nichtschulische Bildungsträger mit Handwerk, Handel und Industrie, Hochschulen und Universitäten vernetzen. Diesen Arbeitskreis leitet Brigitte Schilling von der Sparkasse Neu-Ulm-Illertissen. "Kein Talent darf verloren gehen - Hilfe für Jugendliche in besonderen Lebenslagen." Es sind Ideen gefragt, um zum Beispiel Kindern mit Migrationshintergrund den Start in die deutsche Gesellschaft zu erleichtern. Der Arbeitskreis hat sich vorgenommen, dass Sprachförderangebote im Landkreis auf ihre Effektivität überprüft werden. Daraus sollen Ansätze für eine zielgerichtete Förderung abgeleitet werden. Zudem geht es um die Inklusion von Kindern mit Behinderung und sonderpädagogischem Förderbedarf. Den Arbeitskreis leitet Silvia Wawra, Rektorin an der Bürgermeister-Engelhard-Schule in Senden. Eine der Forderungen: Schulsozialarbeit müsse eine dauerhaft an der Schule verankerte Institution werden.

"Bürgergesellschaft stärken und entwickeln" - Ideen dazu hat der Kreisjugendpfleger Reinhold Kwiedor gesammelt. Wie kann man Jugendliche verstärkt dazu gewinnen sich zu engagieren? Wie einen generationsübergreifenden Dialog fördern? Die Freiwilligenagentur "Hand in Hand" hat im Kreis bereits Fuß gefasst - das Konzept ließe sich auch auf weitere Felder übertragen. Für eine "Forscherwerkstatt an Grundschulen" zum Beispiel oder einen Wettbewerb mit dem Titel "Technik und ich". Das Ziel ist, "das Interesse an Naturwissenschaften und Technik bei Kindern und Jugendlichen zu wecken", sagte Landrat Erich Josef Geßner. Für ihn bedeutet dies auch ein Zukunftsprojekt zur Fachkräftesicherung.

"Herausforderungen des demographischen Wandels" hat sich der Arbeitskreis rund um Schulamtsdirektor Erwin Schlecker gestellt. Die Forderung: "Sicherung der wohnortnahen Beschulung in Grundschule". Denn Eltern machten ihre Wohnortwahl stark vom schulischen Angebot abhängig - ganz besonders der Grundschulen.

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