Soziales Bedürftige werden bekocht

In Senden wird gekocht für den guten Zweck.
In Senden wird gekocht für den guten Zweck. © Foto: Sonja Fiedler
Senden / Sonja Fiedler 23.11.2018

In Gemeinschaft ein gutes, frisches Menü genießen, obwohl Rente oder Einkommen klein sind und man gewöhnlich allein am Tisch sitzt: In Senden wird ab kommenden Montag einmal im Monat ein Drei-Gänge-Menü für Menschen mit wenig Geld serviert. „Gemeinsam statt einsam“ heißt das Projekt, das von der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), der evangelischen Kirchengemeinde sowie der städtischen Freiwilligenagentur unterstützt wird.

„Es richtet sich an ältere Menschen, die einsam sind und wenig Geld in der Tasche haben, an Menschen, die immer allein essen müssen“, sagt Thea Krämer, eine der Initiatorinnen. Die Idee hat sie aus Neu-Ulm mitgebracht, wo sie seit über einem Jahr an einem vergleichbaren Projekt mitarbeitet, das großen Zulauf habe. In Senden werden über die Tafel und die Stadt bis zu 25 Einladungen ausgegeben „Dann schauen wir erst einmal, wie viele Leute den Mut haben zu kommen.“

Ein zwölfköpfiges Team habe sich zusammengefunden, um das Mittagsmenü in Zukunft regelmäßig anzubieten. Einige wurden über die Freiwilligenagentur vermittelt, andere gehören der KAB an oder sind über private Wege dazugekommen. „Die zwölf wollen wirklich alle herzlich gern mitmachen“, sagt Krämer. Gedeckt wird der Tisch im evangelischen Paul-Gerhardt-Haus.

Unterstützung von der Stadt?

„Das ist perfekt, man kann mit dem Bus direkt vor die Tür fahren.“ Pfarrerin Kathrin Bohe sei ihnen mit ihrem Anliegen sehr entgegengekommen. „Sie hat uns froh empfangen.“ Rund 70 Euro seien für ein Menü für 25 Personen notwendig. „Wenn man sparsam einkauft, kommt man damit gut rum.“ KAB und Stadt hätten finanzielle Unterstützung signalisiert, weitere Geld- und Lebensmittelspenden sind willkommen.

Gekocht wird am Montag ein Menü aus Suppe, Hauptspeise und Nachtisch, auch Kaffee wird gereicht. Die Tische werden von den Ehrenamtlichen gedeckt, die Gäste dürfen es sich dann gemeinsam schmecken lassen – wenn sie denn kommen. Krämer: „Es muss sich sicher erst alles einpendeln, aber ich habe ein gutes Gefühl. Es ist ein Projekt für die Gemeinschaft und das Miteinander in unserer Stadt.“

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