Brühlhalle Basketballer und Gemeinde im Clinch

Elchingen / Patrick Fauß 07.08.2018

Die Debatte um die Erweiterung der Elchinger Brühlhalle hält die Gemeinde weiter in Atem. Hintergrund ist die von den Scanplus-Baskets geäußerte Kritik an den Gemeinderäten. Die Räte hatten sich, wie berichtet, im Juli dagegen ausgesprochen, die Brühlhalle mit einer LED-Wand auszurüsten. Stattdessen soll die bestehende Anzeigetafel erweitert werden. Mehr  Geld bekommen die Basketballer von der Kommune nicht.

Die Baskteballer sind sauer: Mit der Entscheidung habe die Kommune den sportlich errungenen Aufstieg von der Zweiten Liga Pro B in die Pro A verhindert, sagen sie. Weil die Brühlhalle damit nicht die Anforderungen des Deutschen Basketball Bunds erfülle. Ob der Verein unter diesen Umständen zumindest eine Ausnahme für die bisherige Spielklasse Pro B erhält, sei ungewiss. Die Gemeinderäte hätten mit ihrer ablehnenden Haltung das Dorf in zwei Lager gespalten, sich dem Dialog mit den Hallennutzern verweigert.

„Polarisierende Äußerungen“

Die Gemeinderäte wehren sich. Rudolf Niedermeier (FWE) sagt: „Es kommt rüber, als hätten wir keine Ahnung und alles falsch gemacht.“ Bürgermeister Joachim Eisenkolb spricht von polarisierenden Stellungnahmen. Fachlich gehe es wohl nicht, gegen den Gemeinderat anzugehen. Also mache man öffentlich Druck. „Wenn man sieht, woher das kommt, das muss man aushalten.“ Armin Willbold (DGO) sagte, „das Thema über die Presse zu regeln, ist der falsche Weg“. Beide Seiten sollten wieder direkt miteinander kommunizieren.

Achim Götz (CSU) will künftig genau prüfen, was den Profisport und was den Vereinssport betrifft. Er sagt: „Wenn ich lese, dass wir wirklich Profisport gefördert haben, müssen wir es rückgängig machen.“

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