Politik Ausschuss bleibt hartnäckig bei Bauvorhaben

Das Gebäude „Klostersteige 41“ (rechts im Bild) soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.
Das Gebäude „Klostersteige 41“ (rechts im Bild) soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. © Foto: Oliver Heider
Elchingen / Oliver Heider 16.05.2018
Ein Bauwerber muss die Pläne für ein Wohn- und Geschäftshaus im Herzen Oberelchingens anpassen.

„Das Ding war für die Katz’.“ So bezeichnete Andreas Mayr (FWE) im Bau- und Umweltausschuss das Treffen des Arbeitskreises Bau mit einer Architektin. Die Firma EWH hatte diese in das Gespräch geschickt. „Der Arbeitskreis war enttäuscht, dass der Bauwerber selbst nicht anwesend war“, sagte Mayr.

Wie berichtet plant die Firma, das Gebäude „Klostersteige 41“ abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. In Richtung Westen, zum geplanten Dorfplatz hin, soll im Erd- und Obergeschoss eine Pizzeria unterkommen; im Osten, entlang der Postgasse, sind zwei Gewerbe- und drei Wohneinheiten vorgesehen.

Auch nach dem Austausch mit der Architektin können sich die Räte den Neubau grundsätzlich vorstellen, sehen aber weiterhin Probleme: So solle die Tiefgaragen-Zufahrt über die Postgasse und nicht die Klostersteige erfolgen, wie AIK-Vorsitzender Bernd Schwerdtfeger (CSU) betonte. „750 Meter entfernte Stellplätze werden wir nicht akzeptieren.“ Und die Gestaltung der Fassade und der Dächer sollten ebenfalls überdacht werden.

Seitenhieb auf Landratsamt

Die Architektin, sagte Schwerdtfeger, habe sich verwundert darüber gezeigt, dass die Pläne nicht durchgewunken werden. Zur Fassade könne sie sich erst äußern, wenn über die Nutzung des Gebäudes entschieden sei.

Karin Batke (UFWG) forderte, sich „auf keinerlei Kompromisse einzulassen“ hinsichtlich des Stellplatznachweises. Schließlich vertrage der Dorfplatz, der im Rahmen der Ortskernsanierung aufgewertet werden soll, „kein Chaos“. Einen Seitenhieb auf die Kreisbehörde hatte Batke ebenfalls parat: „Ich hoffe, das Landratsamt mischt sich nicht dauerhaft ein“, sagte sie mit Blick auf ein Bauvorhaben in der Glockerau, das der Rat ablehnt, der Kreis aber durchwinkt. „Ich fände es sehr schade, wenn gegen die Gemeinde gearbeitet würde.“

Letztlich stimmte der Bau- und Umweltausschuss einstimmig dafür, dass der Bauherr die Planung überarbeiten und diese mit Gemeinde und Ortsplaner abstimmen soll, bevor ein Bauantrag eingereicht wird.