Oberhausen Aufgeheizte Klassenzimmer

Oberhausen / PATRICK FAUSS 07.03.2012
Fleißige Biber, heiße Klassenzimmer und der Erhalt innerörtlicher Fußwege. Das waren die wichtigsten Themen bei der Bürgerversammlung im Weißenhorner Stadtteil Oberhausen am Montagabend.

Die Oberhauser wünschen sich bessere Fußwege, die innerorts Abkürzungen bieten. Eltern macht die sommerliche Hitze in der Grundschule Nord in Weißenhorn Sorgen. Biber stauen das nach ihnen benannte Flüsschen zwischen Oberhausen und Biberachzell. 54 Besucher waren am Montagabend ins Schützenheim des Weißenhorner Stadtteils gekommen, um mit Bürgermeister Wolfgang Fendt Probleme zu besprechen.

Eltern aus Oberhausen äußerten ihre Besorgnis, weil ihre Kinder an der Grundschule Nord häufig hitzefrei bekämen. Dies hänge mit der Bauweise der Schule zusammen. Im Sommer werde es dort so heiß, dass die Schüler nicht mehr lernen können und nach Hause geschickt würden, sagte Fendt. Das Thema sei bekannt. An den Fenstern der Schule seien Folien angebracht worden, um die Sonneneinwirkung zu vermindern. Zudem seine Bäume angepflanzt worden, die später einmal Schatten spenden sollen. Eine Mutter schlug vor, im Pausenhof ein Freiluftklassenzimmer mit Überdachung einzurichten, damit an der Grundschule auch an sonnigen Tagen Unterricht stattfinden kann. Ein weiterer Vorschlag war, über den Fenstern Sonnensegel oder ein Vordach anzubringen.

Lob gab es für den Bürgermeister wegen der Busverbindung nach Oberhausen am Nachmittag. Die Linie habe sich für Schüler, die Nachmittagunterricht haben, bewährt. Sie solle erhalten bleiben. Wenn die Busverbindungen mit Inbetriebnahmen der Bahnstrecke Senden-Weißenhorn neu überarbeitet werden, dürften Oberhausen und Wallenhausen nicht abgehängt werden.

"Ein kleines Biberproblem" habe in den vergangenen Jahren an Bedeutung zugenommen, berichtete ein Oberhauser. Vertreter der geschützten Tierart hätten begonnen, das Flüsschen aufzustauen. Durch den Ort fließe derzeit nur noch ein Rinnsal. Zu wenig, wenn die Feuerwehr mal Wasser zum Löschen brauche. Wegen der Arbeit der Biber suche sich das Wasser nun einen Weg um den Ort herum. Der neue Verlauf folgt dem ursprünglichen Lauf des Flusses. Er war in früheren Jahren durch Oberhausen geführt worden, um Wasser für Mühlen und die Feuerwehr besser nutzbar zu machen. Berichtet wurde auch, dass die Tiere Weidenbäume fällen. Bürgermeister Fendt versprach, die Lage in Augenschein zu nehmen. Die Verwaltung wolle sehen, was sich machen lässt.

Verbesserungen wünschen sich Bürger in Oberhausen bei Fußwegen, die innerorts verlaufen. Der Fußweg zwischen der Von-Katzbeck-Straße und dem Bullenstall sei in einem schlechten Zustand. Fendt betonte, dass die Stadt bereits Teile des Wegs gekauft habe, damit er besser erhalten werden kann. Die Stadtverwaltung wolle schauen, wie der Zustand sich verbessern lasse. Beim Weg zwischen Von-Katzbeck-Straße und Streitle-Straße werde im Winter zu wenig Schnee geräumt, hieß es. Fendt betonte, dass das Räumen mit einem Anwohner vereinbart worden sei. Die Verwaltung wolle sich der Sache noch einmal annehmen.

Probleme mit zu viel Licht hat eine Anwohnerin der Eichmaierstraße. Eine Lampe direkt vor ihrem Haus leuchte so hell, dass dies störend sei. Auf Nachfrage bei den hierfür zuständigen Lechwerken habe es geheißen, dass an dieser Stelle gar keine Lampe stehen sollte. Fendt versprach, auch diese Angelegenheit prüfen zu lassen.

Der Bürgermeister informierte außerdem über den Stand des DSL-Ausbaus. Schnelles Internet soll nach aktuellen Plänen von Sommer an in Oberhausen nutzbar sein.