Kreis Neu-Ulm / Carsten Muth  Uhr

Schneechaos, Blitzeis, spiegelglatte Straßen, nichts geht mehr – damit müssen Auto- und Lkw-Fahrer im Winter rechnen. Die Landratsämter Neu-Ulm und Günzburg jedenfalls sind darauf vorbereitet. Vor allem für Extremfälle wollen die Behörden gewappnet sein. In einer Winterdienstbesprechung erörterten die zuständigen Mitarbeiter der Ämter eigenen Angaben zufolge kürzlich „die Maßnahmen für den Fall eines winterbedingten Verkehrschaos mit lang anhaltenden Staus“ auf der A 7 oder A 8.

Die Ämter einigten sich auf Regelungen zur Lenkung des Verkehrs und Betreuungseinsätze. Unter Umständen müssten festsitzende Auto- oder Lkw-Fahrer mit warmen Getränken, Decken und Medikamenten versorgt werden, sagt Wolfgang Höppler, Leiter des Fachbereichs Katastrophenschutz in Neu-Ulm. Vorkehrungen für den „äußersten Notfall“, etwa die Räumung der Autobahn und die Befreiung der Insassen aus ihren Fahrzeugen, sind Höppler zufolge ebenfalls getroffen worden. Er versichert: Die Abläufe sind eingespielt, Räum- und Streudienste der Autobahnmeistereien vorbereitet, Abschlepp- und Bergungsfirmen stehen parat, um die Trassen nach Unfällen frei zu bekommen.

Decken mit an Bord

Verkehrsteilnehmer sollten Fahrweise und Ausrüstung den winterlichen Verhältnissen anpassen, bei extremen winterlichen Straßenverhältnissen auf Fahrten verzichten. „Falls dies nicht möglich ist, sollte man Proviant, Winterkleidung, Decken und notwendige Medikamente mit an Bord nehmen“, lautet eine Empfehlung der Fachleute. Ein weiterer Tipp: Sich vor einer geplanten Fahrt in den Medien über die entsprechenden Straßen- und Verkehrsverhältnisse informieren.

„Im Winter 2015/2016 mussten die Katastrophenschutz-Sonderpläne nicht angewandt werden“, sagt Höppler und ergänzt: „Aber das kann in diesem Winter wieder ganz anders sein“.