Betreuung Kinderzentrum St. Christophorus feiert Jubiläum

Uns gefällt es hier: Im Garten von St. Christophorus.
Uns gefällt es hier: Im Garten von St. Christophorus. © Foto: Sonja Fiedler
Senden / Sonja Fiedler 13.07.2018
Das vor 25 Jahren eröffnete Kinderzentrum St. Christophorus war ein Modellprojekt für die Region. Seither hat sich viel verändert.

Wie viele Kinder im Laufe der Jahre in St. Christophorus betreut wurden, kann wohl niemand genau sagen. Doch es müssen viele gewesen sein: In diesen Tagen feiern die Christophorus-Einrichtungen an der Heinrich-Heine-Straße in Senden ihr 25-jähriges Bestehen.

Eröffnet wurde das damalige Kinder- und Familienzentrum im November 1993, berichtet Ingrid Blaser, heutige Leiterin des Familienzentrums, in einem Pressegespräch. Der Vorgängerbau, ein viergruppiger Kindergarten an der Hauptstraße, war damals so sanierungsbedürftig, dass er abgerissen werden musste. „Mit sehr sehr viel Herzblut“ habe der damalige Stadtpfarrer Monsignore Wolfgang Miehle sich für die Errichtung des neuen Kinder- und Familienzentrums mit Betreuung und Beratung unter einem Dach eingesetzt. „Sowas war damals in der Region einzigartig.“

Die ersten Jahre nahm die Einrichtung an einem Modellversuch teil, Kinder zwischen drei und zwölf Jahren wurden in derselben Gruppe betreut. „Das war sehr schön“, erinnert sich Blaser, die fast seit Beginn an in St. Christophorus arbeitet. Aus finanziellen Gründen wurden diese altersgemischten Gruppen jedoch später wieder aufgegeben.

Heute besuchen rund 260 Kinder die Christophorus-Einrichtungen: Allein in der Krippe werden 80 Kleinkinder zwischen sieben Monaten und drei Jahren in sieben Gruppen betreut, sagt Krippenleiterin Sabrina Miller. Hinzu kommen 60 Grundschüler im Hort und 125 Kindergartenkinder. Mehr als 60 Mitarbeiter kümmern sich um das Wohl der Kinder. 2014 wurde um ein viertes Gebäude erweitertet. Seit demselben Jahr bilden Krippe, Kindergarten, Hort und Familienzentrum selbstständige Bereiche mit eigenen Leitungen, gemeinsam sind sie die „St. Christophorus-Einrichtungen“ unter Trägerschaft der katholischen Kirchenstiftung St. Josef der Arbeiter.

Als Ergänzung zur Betreuung bietet das Familienzentrum seit Beginn Unterstützung für Eltern an. Gut angenommen würde die Familiensprechstunde, sagt Blaser. Hierher kämen Mütter und Väter mit alltäglichen Problemen. „Wieso isst mein Kind nicht? Warum vertragen sich die Geschwister nicht?“ Vieles lasse sich in einem Gespräch klären, ansonsten werden weitere Hilfen empfohlen. Auch Deutschkurse und Kinderturnen gibt es.

Betreuung ausgeweitet

Viel verändert habe sich in den vergangen 25 Jahren, sagt Blaser. In den 1990er Jahren seien Eltern auf Elternabende gekommen, um sich zu treffen, an den Nachmittagen sei es noch leichter gewesen, Veranstaltungen abzuhalten. Inzwischen würden viele Mütter und Väter mehr arbeiten, hätten weniger Zeit. Auch die Betreuungszeiten seien stetig ausgeweitet worden: „Heute haben wir im Prinzip alles Ganztagsgruppen.“

Als Lerngrundlage dienen alltägliche Situationen, im Mittelpunkt stehe nach wie vor die christliche Erziehung, auch wenn die Kinder mittlerweile ihre Wurzeln in vielen Kulturen haben. „Diese Vielfalt lassen wir stehen und bleiben trotzdem dem Leitgedanken unseres Hauses treu.“

Jubiläumsfest von St. Christophorus

Geburtstag Gefeiert wird am Sonntag, 22. Juli. Um 10 Uhr ist Beginn mit einem Festgottesdienst in der Kirche St. Josef der Arbeiter mit Fahrzeugsegnung. Danach ist bis 16 Uhr Tag der offenen Tür in den Häusern der Einrichtung mit Angeboten für Kinder wie Hüpfburg und Spielen im Freien sowie Mittagessen und Kaffee und Kuchen.

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