Sicherheit Alarmsystem: Warnung vor Katastrophen aufs Handy

Warnungen vor Gefahren aufs Handy.
Warnungen vor Gefahren aufs Handy. © Foto: Britta Pedersen/dpa
swp 29.12.2017
Der Landkreis Günzburg führt für die Bürger zum 1. Januar als Alarmsystem die Warn-App Biwapp ein.

Als schnelle Möglichkeit, Bürger im Fall von Katastrophen zu warnen, hat sich der Landkreis für den Einsatz einer Warn-App entschieden. Während das Land Baden-Württemberg für das System Nina wirbt, führt Günzburg vom 1. Januar die Warn-App Biwapp ein – die Abkürzung steht für Bürger Info- und Warn-App. Mit dieser kostenlosen Handy-App können Sicherheitsbehörden dazu beitragen, in Notlagen Leben zu retten, so das Landratsamt. Damit können Warnhinweise vor Unwettern, Hochwasser und Katastrophen angezeigt werden. Auch entsprechende Verhaltensempfehlungen können  abgeben werden. So werde dem Nutzer beispielsweise geraten, wegen Rauchschwaden im Haus zu bleiben und die Fenster und Türen zu schließen. Solche Apps seien eine wichtige Ergänzung für Fernsehen, Radio oder Lautsprecherdurchsagen.

Kommunen entscheiden

Die Kommunen entscheiden, ob sie solche Systeme einsetzen, und welche Informationen dann eingespeist werden. Der Nutzer kann dann an selbst ausgewählten Orten individuell festlegen, über welche Themen er informiert werden möchte. So können lokale und überregionale Katastrophen- und Unwetterwarnungen angezeigt werden. Ebenso kann man sich über Verkehrsunfälle und Straßensperrungen informieren lassen. Wenn es entsprechende Informationen gibt, sind auch besondere Meldungen wie Schulausfälle denkbar, ergänzt das Landratsamt.

Die Meldungen und Warnungen werden direkt von den Katastrophenschutzbehörden, beziehungsweise der Leitstelle versandt. Der Fachbereichsleiter für Brand- und Katastrophenschutz beim Landratsamt Günzburg Roman Gepperth: „Es werden nicht alle Einsätze der Feuerwehren oder des Technischen Hilfswerks übermittelt. Ziel der Nutzung dieser Warn-App ist die Information über Gefahren.“ Hier sei das Gleichgewicht zwischen dem Informationsbedürfnis der Bürger und die Schutzrechte der Betroffenen und der Einsatzkräfte herzustellen.