Weißenhorn Ärger um hohe Nachzahlungen in Weißenhorn

MUT 16.03.2012

Böse Überraschungen haben jetzt einige Hausbesitzer in Weißenhorn erlebt. Sie haben vergangenes Jahr deutlich mehr Wasser verbraucht als erwartet und dafür nun von der Stadt entsprechend saftige Rechnungen serviert bekommen. Das hat für einigen Verdruss bei den Betroffenen gesorgt. "Verständlicherweise", sagt Karl-Walter Simmendinger. Er ist erfahrener Mitarbeiter der Stadtverwaltung und dort Fachmann für alles, was mit Ab- und Trinkwasser sowie Müllentsorgung zu tun hat. Simmendinger spricht von mehr als 20 Fällen, in denen solche Bescheide in den Briefkästen der Grundstückseigentümer oder Hausbesitzer geflattert sind - und von Nachzahlungen bei den Wasser- und Kanalgebühren in Höhe von 1000 Euro und mehr.

Nachzahlungen, die zu vermeiden gewesen wären, wenn die Betroffenen ihre Hauptwasseruhr im Blick gehabt hätten, wie Simmendinger betont. Einmal pro Monat sollte der Zählerstand notiert werden, sagte er. Simmendinger ist überzeugt: Dann wären die Unregelmäßigkeiten, die nun zu den Nachzahlungen geführt haben, schnell aufgefallen. Die Rechnung sei einfach: Regelmäßige Kontrollen kosten wenig Zeit und ersparen Ärger und eine Menge Geld.

"Unsere Mitarbeiter stellen bei der Fehlersuche oft fest, dass wegen defekter Überdruckventile von Heizungsanlagen oder großen Wasserboilern teilweise erhebliche Wassermengen verschwendet werden, die vom Kunden zu bezahlen sind", berichtet der Fachmann. In einigen Fällen hätten auch unentdeckte Rohrbrüche für den erhöhten Wasserverbrauch geführt. Simmendinger rät, Sicherheitsventile jeden Monat zu prüfen und zu schauen, ob sie funktionieren. Schließt das Ventil bei aufgeheiztem Boiler oder Warmwasserbereiter nicht vollständig, sollte es von einem Installateur ausgetauscht werden. Gecheckt werden sollten auch die Wasserfilter der Hausinstallation, die Steinchen oder Sandkörner aus dem Wasser herausfiltern: "Nur bei regelmäßiger Wartung des Filters kann dieser seinen Zweck erfüllen."