Spenden Abschied mit 11 500 Euro für die Hospizarbeit

Spendenübergabe in Langenau mit Sigrid Markmiller, Renate van Kaldekerken, Cornelia Wiest,  Axel Schaude, Siegfried Gerlach, Karl van Kaldekerken.
Spendenübergabe in Langenau mit Sigrid Markmiller, Renate van Kaldekerken, Cornelia Wiest, Axel Schaude, Siegfried Gerlach, Karl van Kaldekerken. © Foto: Josphine Schuster
Langenau / Josephine Schuster 09.11.2018

Mit dem Meßner hatte Renate van Kaldekerken gewettet, dass die Martinskirche nicht voll werden würde. Sie verlor die Wette: Die Kirche „platzte aus allen Nähten“: Anlässlich des Benefizkonzertes, zu dem Familie van Kaldekerken geladen hatte, kamen mehr als 1000 Besucher und spendeten am Ende 11 500 Euro. „Wir übergeben am 31. Januar nach 37 Jahren unser Bestattungsinstitut an Felix und Martina Bollinger aus Langenau. Als Dank für die Zusammenarbeit mit der Hospizgruppe Langenau und dem Ulmer Hospiz haben wir dieses Konzert organisiert”, erklärt Renate van Kaldekerken. Bei der Spendenübergabe im Seniorenzentrum Sonnenhof Langenau sind sich alle einig: Das Konzert, bei dem der Ulmer Spatzenchor, Konrad Schütze an der Orgel, Johann Konnert und Hans-Peter Buck an der Trompete spielten, war große Klasse.

Fortbildung für Begleiter

4000 Euro gehen nun an die Hospizgruppe Langenau und 7500 Euro an das stationäre Ulmer Hospiz zusammen mit dem ambulanten Kinder- und Jugendhospiz. Für Renate van Kaldekerken sind Hospize sehr wichtig: „Sie sind in meinen Augen die Insel zwischen Himmel und Erde.“

„Diese Insel wollen wir weiterhin schön halten“, sagt Sigrid Markmiller vom Hospiz Ulm. Auch Siegfried Gerlach von der Hospizgruppe Langenau findet das Benefizkonzert eine tolle Idee und freut sich über eine solch ungewöhnlich hohe Spendensumme: „Um ehrenamtlicher Sterbebegleiter oder Trauerarbeiter zu werden, sind kostenintensive Aus- und Fortbildungen nötig, die wir durch solche Spenden finanzieren können.“ Bald aufzuhören, ist für die van Kaldekerkens gar nicht seltsam, sagen sie. Immer das Geschäft im Hinterkopf zu haben und da sein zu müssen, das ist jetzt vorbei. Einfach mal in den Tag hineinleben und viel reisen wollen sie nun. Wie die Arbeit mit den Toten sie beeinflusst hat? „Auf jeden Fall hat sie uns sehr verändert“, sagt Renate van Kaldekerken. „Wir sind reifer geworden und offener gegenüber dem Tod. Und der Glaube an Gott hat uns immer viel Kraft gegeben. Ich bin stolz, dass wir als kleines Unternehmen so eine Riesentasche voller Geld übergeben. Kein Urlaub hätte schöner sein können.“

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