Vom Frühjahr an – das Bundesverkehrsministerium in Berlin spricht von April oder Mai – wird auf der A 8 zwischen Ulm und Augsburg autonomes Fahren getestet. „Auf der A 8 testen wir die Verkehrssicherheit, den Verkehrsablauf und die Wirkung unterschiedlicher Fahrgeschwindigkeiten im Verkehr mit hochautomatisierten, autonomen und eben nicht automatisierten Fahrzeugen“, teilt Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in einer Presseerklärung mit. Viele weitere Details sind auf Nachfrage im Ministerium derzeit nicht zu erfahren. Das werde bislang noch abgestimmt, heißt es aus der Presseabteilung.

Neue Schilderbrücken für variable Tempolimits

Einige  Rahmenpunkte sind jedoch schon gesetzt: Die Teststrecke soll einen Bereich von 100 Autobahnkilometern umfassen, in dem „in festgelegten zeitlichen Intervallen“ untersucht werden soll, wie gut das Miteinander von autonom fahrenden Fahrzeugen und dem normalen Straßenverkehr auf der A 8 funktioniert.

Zum Feldversuch gehören auch neue Schilderbrücken, die variable Tempolimits anzeigen können. Diese Anzeigen seien eine „Voraussetzung für die Untersuchungsstrecke“, heißt es aus dem Ministerium. Eine zweite Teststrecke wird in Niedersachsen auf der A 2 eingerichtet, ebenfalls auf einer Strecke von 100 Kilometern.

Fahrer wird zum Passagier

Erprobt werden auf den Autobahn-Abschnitten selbstfahrende Fahrzeuge der Stufe 3 und höher. Stufe-3-Autos übernehmen auf Autobahnen selbstständig Fahrleistungen wie Bremsen, Lenken, Spurwechsel und Überholen. Wenn eine Situation nicht mehr automatisch bewältigt werden kann, wird der Fahrer zur Übernahme aufgefordert. Je höher die Stufe, desto weniger ist der Fahrer gefragt. Er wird zunehmend zum Passagier. Das Ministerium gibt den Untersuchungszeitraum mit drei Jahren an, erste Zwischenergebnisse sollen Ende 2021 feststehen.