Verkehr A-7-Ausfahrt Bellenberg doch früher?

Bellenberg / Niko Dirner 21.02.2018

Etwas ernüchtert waren sie schon, die Bürgermeisterin von Bellenberg, Simone Vogt-Keller, und der Bürgermeister von Illertissen, Jürgen Eisen, als im September 2016 der Ausbau der A 7 auf sechs Spuren zwischen Hittistetten und Illertissen im neuen vordringlichen Bedarf im Verkehrswegeplan bis 2030 auftauchte. Denn damit hatte sich die gerade nach jahrelangem Vorlauf zu Ende diskutierte Planung für einen A-7-Anschluss für Bellenberg und Tiefenbach erstmal erledigt. Weil es natürlich eine Lösung aus einem Guss geben soll, und der Autobahn-Ausbau bis zum Spatenstich locker einen dreijährigen Vorlauf hat. Doch nun keimt wieder Hoffnung für Bellenberg und Tiefenbach. Das Landratsamt arbeite daran, mit der Autobahndirektion Südbayern eine „Zwischenlösung“ zu erarbeiten, sagte gestern im Kreis-Verkehrsausschuss der stellvertretende Landrat und Bellenberger Alt-Bürgermeister Roland Bürzle. Man wolle nicht warten, bis zum Autobahnausbau.

Tatsächlich war im September 2016 durchgesickert, dass der gewünschte Anschluss als „singuläre Maßnahme“ vorgezogen werden könnte. Das könnte klappen, sagten Experten, wenn die Autobahn bei Bellenberg symmetrisch ausgebaut werden kann. Wenn also auf jeder Seite einfach eine weitere Fahrspur angelegt wird.

Auf die aktuelle Wortmeldung von Bürzle angesprochen, windet sich Olaf Weller, Chef der Autobahndirektion in Kempten. „Wir denken über viele Sachen nach“, sagt der Ingenieur. Man sei dabei, das Ausbaukonzept zu erarbeiten. „Es geht ja um 40 Kilometer, das ist ein ziemlich langer Abschnitt. Das geht nicht so schnell.“ Der Entwurf solle dieses Frühjahr mit den vorgesetzten Behörden abgesprochen werden. Klar sei, dass der Anschluss Bellenberg/Tiefenbach den üblichen Planungsprozess durchlaufen müsste. Wenn die Genehmigung steht, könnte dann dort begonnen werden „wo es brennt“.

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