Sie proben jeden Freitag und treten im Schnitt drei Mal im Monat auf: Die Witzighausener Lobpreis-Band „Rise up“ hat sich über die Region hinaus einen Namen gemacht. Mit neuer geistlicher Musik und christlichen Popsongs sind die Jugendlichen schon im Augsburger Dom und der Münchener Heilig-Geist Kirche ausgetreten. „Wir stehen zu unserem Glauben. Wir sind aktiv, wir zeigen uns, und wir machen Musik, die uns antreibt“, sagt der 20-jährige Pianist Manuel Hartwig. Dass Schulfreunde darüber manchmal die Stirn runzeln, spielt für die Musiker keine Rolle. „Es kommt schon mal ein dummer Spruch. Aber das ist mir egal, ich mache es für mich und meinen Glauben“, sagt Percussionist Raphael Beutel, mit 15 Jahren der Jüngste in der Band.

Gebucht wird die Band von Kirchengemeinden für Firmungen, Jugendgottesdienste oder die Erstkommunion. Einmal im Monat spielen sie bei einem Lobpreisabend in der Gebetsstätte Marienfried in Pfaffenhofen. Besonders wichtig sind ihnen die Auftritte bei „Stay and Pray“,  einer Jugendmesse in München mit Besinnung. „Es kommt ein sehr buntes Publikum, viele junge Leute, die beten, auch viele Menschen aus der Fußgängerzone, die einfach vorbeischauen“, sagt Manuel. „Die Kirche versteckt sich dort nicht hinter ihren Mauern.“

Geprobt wird im früheren Klassenzimmer der alten Schule in Witzighausen, dem Haus von Rolf Hagenmeier. Der Initiator und Organisator der Band hat dort einen Proben- und Jugendraum eingerichtet. Der Band „Rise up“ bleibt er treu, auch wenn seine eigenen Kinder der Gruppe entwachsen sind. „Das ist doch schön, wenn man immer Livemusik im Haus hat.“ Mit seinem Kleinbus begleitet er sie zu ihren Auftritten, spielt bei Bedarf auch selbst mit. Auch eine zweite Band mit noch jüngeren Lobpreis-Musikern betreut er in Witzighausen. „Die sind 11, 12,  13 Jahre alt, die treten auch schon auf“, sagt er. „Ich freue mich, wenn immer welche nachkommen.“

Für die sieben sieben Leute von „Rise up“ ist noch lange nicht Schluss mit der Musik, auch wenn zwei von ihnen bereits auswärts studieren und nicht mehr so viel Zeit zum Proben haben. „Ich finde Musik und Glaube total wichtig, ich könnte ohne beides nicht leben“, sagt Sängerin Lisa Breit. „Die Band verbindet Glaube, Musik und Gemeinschaft.“