Großfamilie Bundespräsident Steinmeier übernimmt Patenschaft für das siebte Kind

Nur ein kleiner Teil der neunköpfigen Familie Lacatus kam ins Rathaus: der dritte Sohn Andrei, Mutter Carmen mit der kleinen Tochter Lidia Rut sowie Vater Cristian (von links).
Nur ein kleiner Teil der neunköpfigen Familie Lacatus kam ins Rathaus: der dritte Sohn Andrei, Mutter Carmen mit der kleinen Tochter Lidia Rut sowie Vater Cristian (von links). © Foto: Vanessa Arslan
Illertissen / Verena Arslan 27.09.2017
Seit sechs Monaten ist die Familie Lacatus in Illertissen zu neunt. Die Ehrenpatenschaft für das siebte Kind, die kleine Lidia Rut, übernimmt der Bundespräsident.

Die kleine Lidia Rut Lacatus hat einen besonderen Paten: Frank-Walter Steinmeier. Der Bundespräsident übernimmt für das siebte Kind in einer Familie symbolisch die Patenschaft. Sie soll den Stellenwert von Familie und Kindern in der deutschen Gesellschaft unterstreichen und ist keine Taufpatenschaft. Die Urkunde und einen Scheck über 500 Euro überreichte jetzt der Illertisser Bürgermeister den Eltern Cristian und Carmen Lacatus.

Für Jürgen Eisen war dies eine Premiere. Umso mehr freute er sich, zum ersten Mal in seiner Amtszeit eine Familie zum siebten Kind  beglückwünschen zu können. Die Lacatus’ stammen aus Rumänien. Seit sieben Jahren lebt die jetzt neunköpfige Familie in Deutschland, wo auch zwei Kinder geboren wurden. Zur Großfamilie gehören vier Mädchen und drei Jungen. Das älteste Kind ist 18 Jahre alt, das jüngste sechs Monate. Der Nachwuchs hält Cristian und Carmen Lacatus auf Trab. Nicht weiter schlimm findet das der Vater. Denn: „Wir leben für unsere Kinder“. Andere freuten sich über teure Autos und große Häuser, für das Ehepaar hingegen sind die Kinder das größte Geschenk. „Ohne Kinder keine richtige Freude“, sagt der Lagerist.

Die Ehrenpatenschaft bedeutet der Familie viel. Sie zeige, dass es auch in der heutigen Zeit noch wertgeschätzt werde, kinderreich zu sein. Was sie mit dem 500 Euro Scheck anstellen, wissen die Eltern noch nicht. Vermutlich wird das Geld aber unter den sieben Sprösslingen aufgeteilt.