Weißenhorn "Standort Weißenhorn passt perfekt"

Freuen sich aufs Bildungshaus (von links): Handwerksmeister Michael Stoll, Zweiter Bürgermeister Alfred Haas und Obermeister Hans-Jürgen Epple. Foto: Dave Stonies
Freuen sich aufs Bildungshaus (von links): Handwerksmeister Michael Stoll, Zweiter Bürgermeister Alfred Haas und Obermeister Hans-Jürgen Epple. Foto: Dave Stonies
Weißenhorn / CARSTEN MUTH 14.08.2013
Die Kreishandwerkerschaft Neu-Ulm baut das frühere Landwirtschaftsamt in Weißenhorn zum Bildungshaus um. 2014 geht es los: Dann werden in dem Gebäude die ersten Meisterkurse angeboten.

Drei Jahre ist in Weißenhorn über die Errichtung eines Bildungshauses diskutiert worden. Nun ging es ganz schnell. Die Kreishandwerkerschaft Neu-Ulm/Günzburg hat das frühere Landwirtschaftsgebäude von der Stadt gekauft. Die Weißenhorner Stadträte wiederum billigten den Verkauf an die "Haus des Handwerks Neu-Ulm GbR", hinter der sich die Kreishandwerkerschaft Neu-Ulm/Günzburg, die Innung Sanitär und Heizung sowie das Baugewerbe Neu-Ulm verbergen. Der Deal ist damit perfekt.

Das Gebäude soll von Oktober an modernisiert und spätestens im Juni 2014 als Bildungshaus eröffnet werden, in dem Seminare für angehende Betriebswirte und Meister stattfinden. Zudem verlegt die Kreishandwerkerschaft den Sitz ihrer Geschäftsstelle von Krumbach nach Weißenhorn. Das hat Kreishandwerksmeister Michael Stoll gestern während eines Pressegesprächs in Weißenhorn berichtet.

"Der Standort Weißenhorn passt perfekt", betonte Obermeister Hans-Jürgen Epple als Repräsentant des Baugewerbes Neu-Ulm. Für den Standort spreche die Lage der Stadt in der Mitte des Landkreises Neu-Ulm. Zudem gebe es kurze Wege zur A 7 und A 8.

4200 Betriebe gehören der Kreishandwerkerschaft Neu-Ulm/Günzburg an. Die Vertreter der jeweiligen Innungen haben sich einstimmig für das Engagement in Weißenhorn ausgesprochen. "Dieser Rückhalt ist uns ganz wichtig", sagt Kreishandwerksmeister Stoll. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Stoll sprach von harten, aber fairen Verhandlungen.

Bis 2007 war das Landwirtschaftsamt in dem Gebäude in der Memminger Straße untergebracht. 2009 zog die Weißenhorner Stadtverwaltung dort ein. Bis Anfang Oktober noch wird das frühere Amt als provisorisches Rathaus dienen. Dann zieht die Stadtverwaltung wieder aus und in die beiden sanierten Altstadt-Schlösser ein.

Von Mitte Oktober an soll dann der Umbau zum Bildungshaus beginnen. In dem ehemaligen Landwirtschaftsamt sei die Zeit stehen geblieben, sagte Stoll. "Es versprüht noch den Charme der 50er Jahre", so der Kreishandwerksmeister. Das Gebäude müsse energetisch saniert, ein Aufzug eingebaut werden. Erneuert werden Toiletten, der Eingangsbereich und die EDV. Mehr als eine Million Euro will der neue Besitzer in die Modernisierung des 60 Jahre alten Hauses stecken.

Das Bildungshaus wertet den Standort Weißenhorn auf. Davon ist der stellvertretende Weißenhorner Bürgermeister Alfred Haas überzeugt. "Das Projekt hat Ausstrahlung über unsere Stadtgrenzen hinaus." Die Kreishandwerkerschaft verspricht sich von der Eröffnung ihrer Bildungseinrichtung einen Image-Gewinn. "Wir werden in der Öffentlichkeit häufig nicht sonderlich stark wahrgenommen", sagte Hans-Jürgen Epple vom Baugewerbe. Mit dem Engagement in Weißenhorn wollen die Handwerker das ändern. "Schließlich fühlen wir uns als Herz der Wirtschaft."

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