Kreis Neu-Ulm "Ein Glücksgriff für die VHS"

Dieter Rösch leitet seit 25 Jahren die VHS im Kreis Neu-Ulm. Foto: Dave Stonies
Dieter Rösch leitet seit 25 Jahren die VHS im Kreis Neu-Ulm. Foto: Dave Stonies
Kreis Neu-Ulm / DAVE STONIES 21.08.2013
Seit einem Vierteljahrhundert leitet Dieter Rösch als Geschäftsführer die Volkshochschule Neu-Ulm. Dafür wurde er jetzt geehrt. Dabei hatte Rösch damals auch hochinteressante andere Jobangebote.

Die Volkshochschule bietet Weiterbildungsmöglichkeiten in den verschiedensten Bereichen an: EDV, Gesundheit, Kultur, Sprachen, Kochen. "Das Interesse an den Kursen ist heute genauso verteilt wie vor 25 Jahren", erklärte Geschäftsführer Dieter Rösch, der jetzt für seine 25-jährige Tätigkeit bei der VHS geehrt wurde. Nur die Inhalte hätten sich verändert. Während es damals beim Kochen eher zünftig zuging, kam später der Trend zur gesunden Kost auf. "Doch jetzt ist alles wieder anders", sagte Rösch: Die Kursteilnehmer möchten heute lieber etwas Exotisches zubereiten. "Nur schnell muss es gehen, die Menschen haben ja keine Zeit mehr", fügte Rösch hinzu.

Allgemein sind die Kurse auch anders strukturiert. Während damals ein EDV-Lehrgang zehn Mal stattfand, weil die Teilnehmer die Regelmäßigkeit wollten, ist heute so ein Computerkurs in drei kleinere Einheiten gegliedert. Die VHS habe sich diesem Trendwechsel perfekt angepasst. Mit mehr als 185 Kursen und Seminaren bildet der Bereich "Gesundheit" den größten Block, gefolgt vom Fachbereich "Sprachen" mit 73 Kursen. Die Fluktuation bei den Kursleitern ist sehr gering. Rösch leitet die VHS mit einer "klaren Perspektive". Dies ist seiner Meinung nach der Schlüssel zum Erfolg in der Erwachsenenbildung.

Rösch stand zu seinen Anfangszeiten vor einer großen Herausforderung. Denn damals, so erinnerte sich Altlandrat Franz-Josef Schick bei seiner Danksagung, gab es im Landkreis mehrere Aufgaben zu lösen. Die Menschen auf dem Land wollten in den Kursen etwas anderes lernen als die Bürger in der Stadt, und für alles gab es kein Konzept. Rösch sei ein "wahrer Glücksgriff für die VHS in Neu-Ulm", sagte Schick. Mit seinem Organisationstalent und seiner Aufgeschlossenheit für neue Ideen habe er die VHS maßgeblich mitgestaltet.

Ähnlich sieht es auch Illertissens Bürgermeisterin Marita Kaiser. In ihrer Eigenschaft als erste Vorsitzende des VHS im Kreis Neu-Ulm bedankte sich Kaiser bei Rösch für sein Engagement und seine Tätigkeiten für die Erwachsenenbildung. Ein großes Anliegen von Dieter Rösch ist das Projekt "Talenta" in Illertissen. Kinder lernen hierbei spielerisch in 22 verschiedenen Kursen. "Talenta arbeitet inhalts- und nicht ergebnisorientiert", sagte Rösch. Diese Idee möchte er nach dem erfolgreichen Start in Illertissen nun auch in anderen Orten im Landkreis einführen.

Dieter Rösch kam eher zufällig zur Volkshochschule. Er leitete nach seinem Lehramtsstudium in den Bereichen Sport und Geografie eine Skischule. Wegen seiner geografischen Kenntnisse hatte er damals die Skipisten für die Nordische Ski-Weltmeisterschaft betreut. Außerdem hatte er Jobangebote für das Sportmanagement der Eishockey-WM in München und Düsseldorf sowie für die Olympischen Winterspiele in Lillehammer.

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