Stimmung „Bätscher Buam“: Partyband mit eigenem Stil

Senden / SONJA FIEDLER 28.12.2016

Party in der Lederhose bis zum Umfallen“ lautet ihr Motto: Seit 2015 rocken fünf junge Sendener als „Bätscher Buam“  Bierzelte und Faschingsfeten der Region. 2017 wollen sie durchstarten.

„Eigentlich hatten wir uns nur geschwind zusammengepickt, um bei einem Geburtstag aufzutreten“, erinnert sich Drummer Michael Görthofer.  Doch die Musik kam einfach zu gut an, um es bei nur einem Auftritt zu belassen. „Aus einem Geburtstag wurden zwei, drei, vier.“ Bald schon war den fünf befreundeten Musikern klar, dass sie aus ihrer Idee mehr machen wollten: Die „Bätscher Buam“ waren geboren. „Wir sind eine Partyband, aber wir haben unseren eigenen Stil“, sagt Sänger und Bassist Stefan Müller. Chart-Hits und Schlager werden von den Sendenern neu arrangiert und in Lederhosen auf der Bühne gerockt. „Wir spielen so, dass es zu uns passt“, sagt Gitarrist und Sänger Max Settele. „Bei uns wirkt auch alte Musik jung.“

Ihr Handwerk haben die Bandmitglieder an der Städtischen Musikschule Senden erlernt, sich an klassischen Instrumenten ausbilden lassen, im Musikschulorchester, in Ensembles und Bands gespielt.  2016 rockten die Mitzwanziger zwölf Mal gemeinsam die Bühne. Vor allem von der Musiknacht in Illertissen im Oktober schwärmen sie: „Wir haben fast sechs Stunden gespielt“, sagt Müller. „Nach der zehnten Zugabe haben wir Musik vom Band angestellt, und die Leute wollten immer noch nicht gehen.“ Die Lieder seien ihnen an dem langen Abend nicht ausgegangen, 90 Songs haben sie im Programm, querbeet durch die Jahrzehnte. Aktuell arbeiten sie an einem Medley der 1990er. „Da gibt es ein paar Klassiker, die bei allen ankommen“, sagt Müller. „Wir spielen alles, was uns selber Spaß macht.“ Und das ist das Wichtigste, sind die „Bätscher Buam“ überzeugt: „Wenn wir auf der Bühne Spaß haben, dann hat auch das Publikum Spaß.“

Doch vor dem Erfolg steht die Arbeit: „Das Ganze ist sehr probenintensiv“, sagt Gitarrist und Sänger Dennis Dietl. Gerade, wenn sie neue Stücke einstudieren, treffen sich die Partyrocker oft für ganze Wochenenden. „Und die Proben planen wir vorher genau, jeder bereitet sich gründlich vor“, erzählt Müller. Hinzu kommen Marketing, Organisation, Verwaltung, Website-Pflege. „Wir haben uns von Anfang an überlegt, wie das Ganze unternehmerisch laufen könnte“, sagt Dietl. Organisation und gute Planung machten zwar viel Arbeit, seien aber wichtig: „Ein Auftritt darf nicht daran scheitern, dass am entscheidenden Ort eine Steckdose fehlt oder die Bühne zu klein ist.“  Bisher machen die fünf Mittzwanziger alles selbst, haben sich gegen eine Konzertagentur entschieden. Noch. Denn für die Zukunft haben die Musiker viel vor. „Wir wollen 30 und mehr Gigs pro Jahr spielen“, sagt Görthofer selbstbewusst. Die ersten Auftritte für die Faschingszeit seien schon fest gebucht. „Jetzt wollen wir erst einmal die Region erobern“, ergänzt Keyboarder Marco Lamprecht. Bisher scheint der Plan aufzugehen: „Wir kriegen Anfragen von Vereinen, von denen wir es nie gedacht hätten“, berichtet Müller. Ein unbeschriebenes Blatt seien sie schon längst nicht mehr. „2017 wird ein Richtungsweiser. Dann sehen wir, wie es weitergeht“, sagt Settele.

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