In Elchingen stehen Arbeitsgruppen und Runde Tische hoch im Kurs. So auch bei der Frage, welches Gebäude für ein Klostermuseum in Betracht kommt, welches Konzept verfolgt wird und wer organisatorisch und finanziell zuständig ist. Der Gemeinderat hat daher in der jüngsten Sitzung beschlossen, eine Arbeitsgruppe einzurichten. Diese soll aus je einem Vertreter der Ratsfraktionen, dem Pfarrer des Pfarrgemeinverbandes Elchingen, dem Oberelchinger Kirchenpfleger sowie einem Vertreter des Fördervereins zur Errichtung des Klostermuseums bestehen.

Die Entscheidung für die Arbeitsgruppe, die die Elchinger Umweltliste (Eule) und die Unabhängige Freie-Wähler-Gemeinschaft (UFWG) gemeinsam beantragt hatten, fiel einstimmig. Dabei war zuvor intensiv diskutiert worden. Manfred Bittner (Eule) hatte eine vorangegangene Machbarkeitsstudie als "frustrierend" bezeichnet. Es sei aber weiterhin möglich, das Museum zu verwirklichen. "Wir glauben, die Arbeitsgruppe kann die Kuh vom Eis holen", sagte Bittner.

Doch auch eine kleine Lösung koste Geld, sagte Johann Gröger (Freie Wähler Elchingen, FWE). "Geld, das wir im Moment nicht haben." Auch die Kirche und der Landkreis seien daher gefragt.

Ähnlich argumentierte Karl Mayer (CSU): "Das Museum ist erwünscht, es kostet aber eine Stange Geld." Im Investitionsplan bis 2019 sei bisher kein Euro dafür vorgesehen. "Vielleicht bringen wir die Kuh dadurch erst aufs Eis. Wir müssen uns so schnell wie möglich über die Kosten im Klaren sein", sagte Mayer und erhielt Unterstützung von Charlotte Seeger-Schnizer (SPD). Und: "Haben wir Partner oder stehen wir alleine da?", fragte Mayer.

"Der Landrat hat den Willen", entgegnete Bürgermeister Joachim Eisenkolb. "Aber was soll er wollen, wenn wir nicht wissen, was wir wollen?" Im Übrigen könne das Investitionsprogramm von Jahr zu Jahr geändert werden, sagte Eisenkolb.

Mit Hinweis auf ein Gespräch mit Altlandrat Franz Josef Schick skizzierte Reinhard Rotermund (Eule) schließlich, wie ein "Drei-Punkte-Plan" aussehen müsse: Zuerst müssten Objekten bereitgestellt, dann Räumlichkeiten gefunden und schließlich die Finanzierung sichergestellt werden. Das ist nun die Aufgabe der Arbeitsgruppe.