Leipheim 250-Kilo-Bombe auf Fliegerhorst entdeckt

Leipheim / CARSTEN MUTH 14.08.2013
Spezialisten haben am Mittwoch in Leipheim eine 250 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Ein Schwimmbad wurde evakuiert.

Am Anfang war die Aufregung groß, am Ende ging alles gut. Spezialisten haben am Mittwoch in Leipheim im Landkreis Günzburg eine Bombe entschärft. „Ohne große Probleme“, wie Christian Owsinsiki, Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West, auf Anfrage unserer Zeitung sagte. Der 250-Kilo-Koloss war am Mittag bei einer Routineüberprüfung auf dem Leipheimer Fliegerhorst in drei Metern Tiefe entdeckt worden. Schnell war klar, dass es sich um eine Bombe handelte, die US-amerikanische Streitkräfte während des Zweiten Weltkriegs über dem Areal abgeworfen hatten.

Ein Sprengkommando aus Ingolstadt wurde alarmiert. Das Kommando machte sich umgehend auf den Weg nach Leipheim. Das Leipheimer Hallenbad wurde kurzzeitig geschlossen, weil es sich in der Nähe des Fliegerhorstes befindet und damit im Gefahrenbereich lag. 50 Gäste mussten das Bad verlassen. Zudem wurde ein Verbrauchermarkt geschlossen, die Bundesstraße B10 sowie einige Nebenstraße in dem betroffenen Bereich gesperrt. Der Fliegerhorst, auf dem die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm in den kommenden Jahren ein Gasturbinen-Kraftwerk errichten wollen, wurde abgesperrt.

Gerade einmal 25 Minuten benötige das Sprengkommando, das Erdreich abzutragen, die Bombe freizulegen, den mechanischen Zünder zu entfernen und damit die Bombe unschädlich zu machen. Um kurz vor 15 Uhr war die Aktion beendet. Die 250-Kilo-Bombe wurde abtransportiert. Sie wird nun entsorgt.