Bilanz 2033 Rehe im Landkreis Neu-Ulm geschossen

Von Sonja Fiedler 02.05.2017

Im Jahr 2016 haben die 595 Mitglieder der Kreisgruppe Neu-Ulm im Bayerischen Jagdverband 2033 Rehe geschossen. Dies entspricht rund 33 Prozent der auf drei Jahre festgelegten Abschussperiode, berichtete Anneliese Maisch von der Unteren Jagdbehörde im Landratsamt in der Jahresversammlung. Damit sind die Jäger eigenen Angaben zufolge „voll im Plan.“

Hinzu kamen 291 Stück Schwarz­wild, 321 Feldhasen und Wildkaninchen sowie 701 Füchse, 224 Dachse und 44 Marder. Wegen der Vogelgrippe wurden weniger Enten geschossen als im Vorjahr, dafür wurden die Abschusszahlen bei Gänsen, Kormoranen und Rabenkrähen erhöht.

Als sehr hoch bezeichnete Christian Liebsch, Vorsitzender der Kreisjägerschaft, die Zahl der 327 Rehe, die im Kreis Neu-Ulm bei Verkehrsunfällen getötet wurden. Hinzu kamen etliche trächtige Rehgeißen, die von freilaufenden Hunden gerissen worden seien. Liebsch wies darauf hin, Hunde während der Setzzeit, in der das Wild Junge bekommt, im Wald anzuleinen.

Tierarzt Philipp Winter vom Veterinäramt Neu-Um warnte in der Jahreshauptversammlung vor den Gefahren der Aujeszkyschen Krankheit bei Wildschweinen. Elf Prozent des Schwarzwilds weise Antikörper auf. Die Krankheit könne sich über Bisse und rohes Fleisch auf Hunde übertragen und ende für diese tödlich. In Schwaben sei das getestete Schwarzwild 2016 aber antikörperfrei gewesen.

Der Verbraucherschutzbeauftragte Claus Muth von der Uni Ulm wies auf die Zunahme des Hantavirus hin, das durch Mäusekot übertragen wird. Wer nun nach dem Winter seine Jagdhütte wieder in Betrieb nimmt, solle beim Wegfegen von Mäusekötteln zum Schutz eine Staubmaske tragen, empfahl der Fachmann den Jägern.

Zudem standen Ehrungen in der Versammlung an: Für 40 Jahre Mitgliedschaft bei den Neu-Ulmer Jägern wurden Karl Graf von Moy, Hellmut Holzgräfe, Johann Meidl, Anton Moll, Wilhelm Bäuml, Rainer Rudolph und Siegfried Sonntag ausgezeichnet. Seit 50 Jahren Mitglied sind Adolf Koppelhuber und Wolfgang Reinhard, seit 60 Jahren ist Felix Reit­hemann dabei, seit nunmehr 65 Jahren Franz Riggenmann.