Senioren In der Gemeinde gut vernetzt

Bei Koordinatorin Christine Pastow laufen die Fäden der Ingersheimer Seniorenarbeit zusammen.
Bei Koordinatorin Christine Pastow laufen die Fäden der Ingersheimer Seniorenarbeit zusammen. © Foto: Helmut Pangerl
Ingersheim / Günther Jungnickl 12.01.2019

Seniorenarbeit wird in Ingersheim groß geschrieben. Dafür sorgt  in erster Linie die eigens dafür von der Gemeinde eingestellte Koordinatorin Christine Pastow (58), die auf rund 80 Helferinnen und Helfer in zehn Arbeitskreisen zurückgreifen kann.

Für Bürgermeister Volker Godel ist es eine „Herzensangelegenheit“. Spätestens seit dem Zeitpunkt im Jahr 2005, als das „Karl-Ehmer-Stift“ in seiner Kommune eingeweiht wurde. Damals sprach noch kein Mensch vom „demographischen Wandel“,  obwohl auch da schon klar war, dass die Menschen immer älter werden.

Bereits zwei Jahre später wurde die betreute Seniorenwohnanlage „Haus am Schöllbach“ fertig, die über 21 barrierefreie Eigentumswohnungen verfügt und vom ehemaligen Pleidelsheimer Bürgermeister Erwin Paulus errichtet wurde, der es  inzwischen zum Bauträger und Immobilienunternehmer gebracht hatte. Noch in diesem Jahr sind sowohl Paulus als auch die „Evangelische Heimstiftung“ erneut in der Gemeinde tätig:  Paulus wird im Sommer ein dreigeschossiges Haus mit elf Eigentumswohnungen für Senioren und die „Heimstiftung“ ihr Projekt  „Seniorenresidenz Wohnen Plus“ inklusive Kindergarten und einer  Begegnungsstätte für Senioren einweihen.

Seit vielen Jahren hat  die Gemeinde die Koordination für die Seniorenarbeit schon hauptamtlich tätigen Frauen wie Waltraud Peters und Christine Pastow mit einer 40-Prozent-Stelle überlassen, die beide im Seniorenstüble im „Haus am Schöllbach“ residierten. Seit 2014 hat die Hauswirtschafterin Christine Pastow die Büroarbeit von ihrer Vorgängerin übernommen, obwohl die ihr aber nach wie vor mit Rat und Tat zur Seite steht. Beide gehören auch dem Arbeitskreis ALWIN (Altengerechtes Leben und Wohnen in Ingersheim) an, der im Vorjahr gerade sein 25-jähriges Bestehen gefeiert und die Ingersheimer Altenarbeit wesentlich mitbestimmt hat. Darüber hinaus ist Christine Pastow auch noch im Kreisseniorenrat Ludwigsburg tätig, wo sie zusätzlich Impulse für ihre Tätigkeit bekommt. „Ja, ich bin durchaus gut vernetzt“, sagt sie. Womit sie auch die evangelischen Kirchengemeinden Großingersheim und Kleiningersheim einbezieht.

Denn sowohl zu den Kirchengemeinden Groß- wie auch Kleiningersheim hält sie engen Kontakt. Schließlich finden in ihrem Seniorenstüble einmal monatlich der „Offene Seniorentreff“ statt und ebenfalls monatlich im Kleiningersheimer Pfarrhaus der „Seniorennachmittag“ für alle über 70-Jährigen.

Am ersten Mittwoch jeden Monats ist auch Zeit für das „Mittwochscafé“, bei dem sich  jeweils zwischen 60 und 80 Senioren aus beiden Teilorten im evangelischen Gemeindehaus bei Kuchen und Kaffee treffen. Ebenfalls monatlich treffen sich aktive Senioren und Seniorinnen zum „Creativ-Training“ im Seniorenstüble, denn dort wird dann gebastelt, gewerkelt, gespielt und geschwätzt.

Mittagstisch „für alle“

Generationsübergreifend „für alle“ soll aber der Mittagstisch sein, den die Evangelische Kirchengemeinde Großingersheim anbietet. Dafür kochen Ingersheimer Gastronomen oder Metzger abwechselnd schon seit 2012 für Groß und Klein, Alt und Jung. Das Essen kostet 7 Euro, inklusive einer kleinen Flasche Mineralwasser. Das Ziel: Zusammen essen, plaudern, zuhören, lachen – als einfach gemütliche Stunden in bunter Runde genießen.

Und dann gibt es auch noch die Seniorengymnastik jeden Dienstag von 15 bis 16 Uhr im Kettelersaal vom DRK, „Senioren@Online“ für jung gebliebene Alte, die gern digital unterwegs sind und den Seniorenbus, der sowohl Zubringerdienste zu den Veranstaltungen leistet, als auch Einkaufsfahrten zu örtlichen Geschäften organisiert.

Vier Kleinbusfahrer teilen sich diesen Dienst, der laut Christine Pastow mittlerweile „wie geschmiert“ funktioniert.   

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel