Wirtschaft IHK lehnt höhere Steuer für Firmen ab

Kreis Göppingen. / 05.12.2018

Um das Thema Gewerbesteuererhöhungen ging es auch bei der jüngsten Bezirksversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bezirkskammer in Göppingen. Die IHK-Unternehmer kritisierten laut einer Pressemitteilung einmütig die vielerorts im Kreis Göppingen beschlossenen Erhöhungen der Gewerbesteuerhebesätze. „An­ge­sichts sprudelnder Einnahmen sollten Kommunen besser über eine notwendige Entschuldung des Haushalts und über Steuerentlastungen nachdenken“, betonte Göppingens IHK-Vizepräsident Walter Jerusalem in der Versammlung. Für die beschlossenen oder geplanten Gewerbesteuererhebungen gebe es vor dem Hintergrund vieler Beschwerden von Unternehmern keinerlei Verständnis.

In der Diskussion zeigten die IHK-Unternehmensvertreter grundsätzlich Verständnis für wichtige lokale Maßnahmen in einzelnen Kommunen. Dennoch dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass bei einem konjunkturellen Rückgang die Unternehmen durch Mindereinnahmen und erhöhte Belastungen doppelt betroffen seien. Hinzu komme der Umstand, dass im internationalen Vergleich andere europäische Länder und die USA ihre Unternehmenssteuern gesenkt hätten. Damit würden die Unternehmer im internationalen Wettbewerb zusätzlich benachteiligt. In der anhaltenden konjunkturellen Hochphase sollten Kommunen  ihren finanziellen Spielraum nutzen, um Steuern für Unternehmer und Bürger zu senken.

Nach der aktuellen Standortumfrage der IHK-Bezirkskammer gehört die Höhe der Gewerbe- und Grundsteuer zu den fünf wichtigsten Standortfaktoren im Kreis. Nach Einschätzungen der IHK werden deswegen die zusätzlichen Belastungen der Unternehmen eine spürbar negative Auswirkung auf die Standortgunst haben. Nun auf lokaler Ebene Steuererhöhungen zu vollziehen, sei das völlig falsche Signal.

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