Im Prozess um drei Morde in Sontheim an der Brenz wird das erste Urteil gegen den mutmaßlichen Haupttäter erwartet. Die Staatsanwaltschaft hat für den 55-Jährigen in zwei Fällen lebenslange Haft mit Sicherheitsverwahrung beantragt. Die Verteidigung schloss sich der Forderung zwar im Grundsatz an. Sie bat das Gericht jedoch, auf die Sicherheitsverwahrung zu verzichten. Dann könnte der Angeklagte theoretisch nach 15 Jahren auf Bewährung entlassen werden. Die Staatsanwaltschaft hält den mutmaßlichen Dreifachmörder jedoch für zu gefährlich und will erreichen, dass er zunächst unbefristet hinter Gitter kommt.

Vor Verkündung der StrafenSchwächeanfall erlitten

Die zwei Söhne des 55-Jährigen waren am Freitag wegen Mordes in zwei Fällen sowie Beihilfe in einem zu Gefängnisstrafen von 15 sowie neun Jahren verurteilt worden. Kurz vor der Verkündung der Strafen hatte der Vater einen Schwächeanfall erlitten und war in ein Krankenhaus gebracht worden. Voraussetzung für die Urteilsverkündung am Montag ist, dass er für verhandlungsfähig erklärt wird. Das Urteil zu einem weiteren dem Vater zur Last gelegten Mord soll im Januar gefällt werden. Die drei Bluttaten wurden 2008, 2014 und 2019 verübt. Die Opfer waren der Schwiegersohn des Hauptangeklagten, ein Lebensgefährte seiner Tochter sowie ein Geschäftsmann.