Wie das Landratsamt des Hohenlohekreises am Montag mitteilte, wurde am Samstag, 8. Februar, in Bretzfeld bei einem Betrieb mit einem kleinen Geflügelbestand der Ausbruch der Geflügelpest mit dem hochpathogenen Influenza A Virus H5N8 amtlich festgestellt. Die rund 30 betroffenen Tiere waren am Donnerstag gesperrt und am Freitag aufgrund des Seuchenverdachts getötet worden - das nationale Referenzlabor in Riems bestätigte den Verdacht. Um die Ausbreitung der Krankheit auf andere Bestände zu verhindern, richtet der Landkreis als Folgemaßnahme einen Sperrbezirk mit einem Radius von mindestens drei Kilometern sowie ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von insgesamt mindestens zehn Kilometern um den betroffenen Betrieb ein. Das Beobachtungsgebiet ragt auch in den Kreis Hall und den Kreis Heilbronn hinein.

Geflügelhalter, die sich in den Gebieten befinden, müssten entsprechende Maßnahmen – unter anderem die Aufstallung (Stallpflicht) des Geflügels – treffen. Diese Maßnahmen werden vom Landratsamt Hohenlohekreis mittels einer Allgemeinverfügung (kann unter diesem Artikel heruntergeladen werden) bestimmt.

Als Ursache für die Infektion wird aktuell ein Kontakt der betroffenen Tiere mit wildlebenden Wasservögeln (Stockenten) vermutet. Das Veterinäramt stellt diesbezüglich weitere Untersuchungen an - und kontrolliert die Betriebe im Sperrbezirk und im Beobachtungsgebiet. Abgesehen vom Ausbruch in Bretzfeld gibt es derzeit keine Hinweise auf weitere Ausbrüche im Land.