Musik Fulminantes Abschiedskonzert mit vielen Überraschungen

Black 5 treten am Samstagabend in Haselhof zum letzten Mal gemeinsam auf (von links): Stefan Hopf, Markus Hopf, Steffen Heinrich, Andreas Ebert, Stefan Strempfer und Martin Neuberger.
Black 5 treten am Samstagabend in Haselhof zum letzten Mal gemeinsam auf (von links): Stefan Hopf, Markus Hopf, Steffen Heinrich, Andreas Ebert, Stefan Strempfer und Martin Neuberger. © Foto: privat
Kreßberg / Ralf Mangold 08.11.2018

„Als eine Art ,Familienprojekt’ hat vor knapp zehn Jahren alles angefangen“, erinnert sich Markus Hopf. Schnell wurde der elterliche Keller in Leukershausen zum Proberaum umfunktioniert. Bereits nach vier Monaten war es soweit, der erste öffentliche Auftritt der Coverrockband war dann im März 2009 beim Rockweekend in Honhardt.

„Black 5“ nannten sie sich. „Der Name hat eigentlich keinen tieferen Hintergrund, er sollte einfach einprägsam sein“, erzählt der 24-Jährige. Die Musik hat eine Bandbreite mit Metal-Coversongs von AC/DC oder Metallica bis Bon Jovi und Böhse Onkelz. ,„Wir wollten einfach zeigen, was wir bereits können und haben schnell gemerkt, wie viel Spaß es uns macht, vor Publikum aufzutreten.“ Später kam dann die Überlegung, nicht nur Songs zu covern, sondern auch eigene Lieder einzustudieren. „Das haben wir aber schnell wieder verworfen, weil es viel zu aufwendig gewesen wäre.“ Schließlich sind alle Bandmitglieder berufstätig und außerdem sollten es nicht mehr als zehn, zwölf Auftritte im Jahr sein – und das nur in der Region.

„Wir spielen nur Songs, die uns auch gefallen und nicht für die Masse“, gab es für die Bandmitglieder nie einen kommerziellen Hintergrund – sie wollten einfach nur Spaß an der Musik und dies zusammen mit dem Publikum haben. So hat sich in den Jahren ein harter Kern gebildet, der praktisch von Anfang an bei jedem Konzert als Fan dabei war.

Insgesamt über 80 Konzerte

Rund vier Stunden inklusive Zugaben dauert ein Konzert. „Das ist ganz schön anstrengend“, betont der Schlagzeuger der Band, der eigentlich als Bassist angefangen hatte. Am häufigsten traten sie als Lokalmatadoren bei der Kreßberger Rocknacht auf, am Samstag sind sie zum Abschiedskonzert bereits zum fünften Mal in Haselhof. Insgesamt waren es über 80 Auftritte in der Region.

Angefangen haben sie als Vorgruppe der legendären „1/7-Band“. Vor rund 1200 Zuhörern war ihr größtes Konzert in der Nähe von Mainhardt. „Die ersten Jahre haben wir Minus gemacht, inzwischen sind die Auftritte aber kostendeckend.“ Am Samstag ist nun Schluss. „Die persönlichen Interessen verändern sich im Lauf der Jahre. Einer hat jetzt Familie, und ich bin berufsbedingt vor ein paar Wochen nach Würzburg gezogen“, nennt Hopf als Gründe für das Ende der Band nach beinahe einem Jahrzehnt. „Wir wollten auch nicht einzelne Musiker austauschen, dann wäre es einfach nicht mehr Black 5 gewesen.“

Keines der Bandmitglieder will mit der Musik ganz aufhören, „aber nach zehn Jahren wird es einfach Zeit, etwas Neues zu machen.“ Doch wie es für jeden einzelnen konkret weitergehen wird, steht noch in den Sternen.

Zum fulminanten Abschied gibt es aber noch einmal eine große Party in der Turnhalle Haselhof. Veranstalter ist die Feuerwehr Kreßberg, die sogar zwei Bandmitglieder in ihren Reihen hat. Die sechs Musiker präsentieren eine Reise in die Vergangenheit der Bandgeschichte. Mit dabei ist dann auch wieder der „Urschlagzeuger“ der Band, Marcel Hopf. Zudem treten als Gäste Musiker der Bands „Hazard“, „The Cockroach“ und „Bit of All“ auf.

Eine spektakuläre Bühnenshow mit Pyro, Laufsteg und etlichen Specials ist vorbereitet. „Wir hoffen auf eine ausverkaufte Halle.“ Die Band aus Hohenlohe möchte gemeinsam mit ihrer Fangemeinschaft und Sympathisanten handgemachter Musik einen fulminanten und würdigen Abschied feiern.

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