Bad Urach Zwölfjähriger stürzt am Hohenurach ab

Sieben Meter stürzte ein Zwölfjähriger am Hohenurach ab. Die Rettungskräfte staunten: Dem Jungen war fast nichts passiert.
Sieben Meter stürzte ein Zwölfjähriger am Hohenurach ab. Die Rettungskräfte staunten: Dem Jungen war fast nichts passiert. © Foto: FF
Bad Urach / Alexander Thomys 14.08.2018

Riesenglück hatte am Montagmittag ein zwölfjähriger Junge, der am Hohenurach in einem Turm der Burgruine abgestürzt war. Der Junge war mit einer Wandergruppe unterwegs gewesen, über die Plateaumauer geklettert und dann sieben Meter tief in den Turm abgestürzt. Wie durch ein Wunder zog sich der Knirps dabei nur eine kleinere Schramme am Knie zu und blieb sonst unverletzt. Allerdings: Alleine konnte sich der Junge aus den Mauerfundamenten des Turmes nicht befreien – die Wandergruppe setzte dementsprechend sofort einen Notruf ab.

Bauarbeiter helfen

Fünf Höhenretter der Bergwacht Bad Urach mit einem geländegängigen Fahrzeug sowie zur Unterstützung zwei Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Bad Urach mit sechs Einsatzkräften machten sich nach der Alarmierung auf den Weg zum Hohenurach. Schon nach kurzer Zeit erreichten die Höhenretter, das ebenfalls geländegängige Vorausrüstfahrzeug der Feuerwehr und ein Notarzt-Einsatzfahrzeug das Plateau der Ruine Hohenurach.

Praktisch für die Rettungskräfte: Ein im Rahmen der laufenden Sanierungsarbeiten an der Burgruine eingesetzter Hubsteiger diente den Höhenrettern als stabiler Anschlagpunkt für die Seile, mit der sich die Retter zu dem leicht verletzten Jungen abseilten, dessen Wunde versorgten und ihn in einem Sitzgurt sicherten. In diesem Gurtsystem wurde der Zwölfjährige dann vorsichtig nach oben gezogen und aus dem sieben Meter tiefen Turm befreit.

Knapp 20 Minuten nach Eintreffen der Rettungskräfte konnte der sichtlich erschrockene Junge wieder von seiner Gruppe begrüßt werden, ehe die weitere Behandlung erfolgte. Ein wenig fassungslos und doch positiv überrascht blieben die Retter zurück, die sich kaum vorstellen konnten, dass der Junge einen solchen Sturz äußerlich unversehrt überstanden hat. Bei der Alarmierung hatten sie noch mit schlimmen Verletzungen nach dem Absturz gerechnet.

„Ein Schutzengel war mit im Spiel“ heißt es dann auch im Polizeibericht zu dem Unfall auf dem Hohenurach. Zum Hergang schreibt das Polizeipräsidium Reutlingen: „Um die Mittagszeit befanden sich 16 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 15 Jahren zusammen mit drei Begleitern auf dem Burggelände. Als mehrere davon umherrannten, sprang ein 12-Jähriger auf eine Mauer und lief auf dieser herum. Fatalerweise dachte er, dass es dahinter weitergeht. Es war aber ein mit kleinen Bäumchen zugewucherter Turm eines Verlieses. Der Junge stürzte etwa sieben bis acht Meter in die Tiefe.“

Nach Polizeiangaben hatten Arbeiter einer Baustelle auf der Burgruine bis zum Eintreffen der Rettungskräfte bereits mit einem Bagger das Gestrüpp an der Unglücksstelle beseitigt, so dass die Einsatzkräfte gleich mit der Rettung des Verunglückten beginnen konnten. Gegen 13 Uhr war der 12-Jährige mit leichten Schürfwunden an den Beinen und Händen aus seiner misslichen Lage befreit und konnte vom Rettungsdienst versorgt werden.

Heckenbrand in Sirchingen

Am Sonntag war zuvor bereits die Abteilung Sirchingen der Freiwilligen Feuerwehr Bad Urach gefordert gewesen, als es gegen 14 Uhr zu einem Heckenbrand kam, der sich schnell auf mehreren Metern der Hecke ausdehnte. Die Feuerwehrleute löschten den Brand mit einer Schlauchleitung ab und verhinderten so größere Schäden.

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