St. Johann St. Johann hat mehr Geld in der Kasse

St. Johann konnte 2011 mehr Geld einnehmen, als zunächst gedacht, zur Freude von Verwaltung und Gemeinderat. Foto: Archiv
St. Johann konnte 2011 mehr Geld einnehmen, als zunächst gedacht, zur Freude von Verwaltung und Gemeinderat. Foto: Archiv
SIMON WAGNER 09.11.2012
Zuwächse bei den Steuereinnahmen bescherte St. Johann 2011 ein positiveres Haushaltsjahr als geplant. Die Jahresrechnung, samt Aufstockung der Rücklagen, wurde nun vom Rat zur Kenntnis genommen.

Insgesamt schloss der Haushalt der Gemeinde im Jahr 2011 mit einem Gesamtvolumen von knapp 10,69 Millionen Euro. Er liegt damit über dem Ansatz von rund 9,25 Millionen Euro. Deutlich aufgestockt auch der Verwaltungshaushalt. Statt der anvisierten rund 7,82 Millionen Euro schloss er mit 8,58 Millionen Euro. Neben leicht reduzierten Ausgaben (7,81 statt 7,82 Millionen Euro) konnte man 2011 einen satten Zuwachs bei den Einnahmen verzeichnen (8,58 statt 7,64 Millionen Euro). Vor allem die Gewerbesteuer zog deutlich an. Sie spülte 2011 rund 1,17 Millionen Euro in die Gemeindekasse. Kalkuliert waren nur 750 000 Euro. Ein Ergebnis, dass die Gewerbesteuererträge aus dem Jahr 2010 um knapp 250 000 Euro übersteigt.

Deutlich positiver gestaltet ist auch der Verwaltungshaushalt. Er schloss mit einem Volumen von knapp 2,11 Millionen Euro (geplant 1,43 Millionen Euro). Die Einnahmen überstiegen hier den Ansatz um rund 1,05 Millionen Euro, die Ausgaben lagen um etwa 571 000 Euro niedriger.

Unter dem Strich verbesserte sich das Rechnungsergebnis 2011 um rund 1,62 Millionen Euro. Vermieden werden konnte eine negative Zuführung (ursprünglich war die Verwaltung von gut 182 000 Euro ausgegangen). Stattdessen flossen 2011 den Rücklagen der Gemeinde rund 1,24 Millionen Euro zu, geplant war ursprünglich eine Entnahme über 374 500 Euro. Damit belief sich der Stand der allgemeinen Rücklagen Ende 2011 auf 2,31 Millionen Euro. Zum selben Stichtag betrug der Schuldenstand der Gemeinde rund 726 500 Euro, das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von gut 824 Euro. Sie liegt aber weiter unter dem Landesdurchschnitt von 861 Euro.

So wie die zahlenmäßige Rückschau auf das Haushaltsjahr 2011 einstimmig zur Kenntnis genommen wurde, widerfuhr es auch den übrigen Jahresabschlüssen, die Bürgermeister Eberhard Wolf vorlegte. Die Wasserversorgung St. Johann schließt mit der Bilanzsumme von knapp 1,8 Millionen Euro und einem Jahresgewinn von rund 17 750 Euro (Vorjahr: 18 570 Euro). 2011 bezog die Gemeinde 265 300 Kubikmeter Wasser (Vorjahr 243 000) und hat 212 400 davon an die Haushalte abgegeben. Rund 53 000 Kubikmeter wurden als Verlust bilanziert. Das entspricht einer Verlustquote von 19,95 Prozent und einem deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr (11,3 Prozent). Wolfs Hoffnung, dass es sich hier um einen "Ausreißer nach oben" handelt, liegt in der Natur der zwölf entdeckten, zum Teil kompliziert gelegenen Leckagen des Rohrnetzes begründet. Der Schuldenstand der Wasserversorgung sank 2011 leicht auf nun rund 426 900 Euro (Minus 53 000 Euro).

Mit 22 750 Euro leicht im Plus schloss die Abwasserbeseitigung. Den Aufwendungen von 972 500 Euro standen Erträge von 995 000 Euro gegenüber. Nach der gesplitteten Abwassergebühr nahm die Gemeinde rund 566 800 Euro Gebühren ein. Kalkuliert hatte sie mit 550 000 Euro. Nach abgabenrechtlicher Lesart wurde bei der Schmutzwassergebühr eine Unterdeckung von rund 24 400 Euro festgestellt, bei der Niederschlagswassergebühr eine Unterdeckung von 11 200 Euro. Beide Posten sollen binnen fünf Jahren ausgeglichen werden. Der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung schloss mit der Bilanzsumme von rund 10,27 Millionen Euro. Der Schuldenstand beträgt knapp 3,09 Millionen Euro.