Nistkästen gut getarnt Rundgang in heimischer Natur

Böhringen / Von Torsten Pohling 06.06.2018

Drei Führungen macht der Nabu (Naturschutzbund) Römerstein jährlich, eine in jedem Ortsteil. Kürzlich starteten 19 Naturinteressierte zur Erkundungstour in Böhringen. Die Teilnehmer kamen dabei auch aus Laichingen und Metzingen. Vorsitzender Adalbert Eiben freute sich über die rege Teilnahme auch ganz junger Menschen. Es ist vor allem deren Zukunft, welche der Nabu mit seinen vielfältigen Aktivitäten sichere.

So wurden dank Spenden im Frühjahr 15 Nistkästen aufgehängt. Da hatten die Bäume noch keine Blätter und jetzt schienen die Bäume die Nistkästen regelrecht versteckt zu haben. Trotz Spektivs wurde keiner gesichtet. Dadurch war natürlich auch nicht auszumachen, ob die Nistkästen inzwischen Mieter haben.

Von Ernst Groth konnte man praktisch zu jeder Pflanze etwas erfahren. Und nicht nur dazu. Der Kenner von Flora und Fauna ist seit 50 Jahren im Nabu aktiv. Er erzählte zum Beispiel, dass es 21 verschiedene Fledermausarten in der Region gibt.

Aber auch die anderen Aktiven waren und sind mit der Natur bestens vertraut. Weil es kaum mehr Igel in der Gegend gibt, hat man 28 dieser stacheligen Gesellen von einer Igelpflegerin aus Riederich ausgewildert. Spätestens im Zusammenhang mit dem im letzten Jahr gesichteten Uhu sieht man, dass die Natur in sich auch wieder gnadenlos ist: Igel sind des Uhus Lieblingsspeise.

Weniger Schwalben

Dieses Jahr sind deutlich weniger Schwalben als bisher hierzulande angekommen. Fast jeder der Aktiven hat jahrelang Schwalbennester in seinen Grundstücken. In Donnstetten habe man extra ein Schwalbenhotel aufgebaut, an dem bis zu 48 Nester Platz fänden – wären denn diese gefiederten Freunde auch in ausreichender Zahl anwesend. Vermutlich eine Schlechtwetterfront hat die Rückkehr bislang behindert, so Adalbert Eiben. Ganz aktuell wären bei ihm nun neue Schwalben angekommen.

Ein noch nicht ganz flotter Maikäfer ließ sich auf den Arm nehmen und wollte trotz menschlicher Erwärmung nicht starten. Den Kindern war er wohl etwas unheimlich und sie wollten ihn nicht anfassen. In den Magerwiesen fanden sich zudem viele weitere Käfer und Raupen und natürlich wunderschön blühende Blumen. Solche, die es zahlreich gibt und solche, die zu den sehr seltenen Vertretern der bunten Pflanzenwelt zählen.

Um die Natur zu schützen und zu bewahren muss man sie kennen und verstehen, so das Credo des Umgangs. Dazu lädt der Nabu Römerstein ein, wenn es wieder heißt: „Naturführung in Zainingen“.

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