Region Ritter aus Leidenschaft zum Anfassen

Region / THOMAS LEBHERZ 25.05.2013
Jedes Jahr im Juni lädt Horb zu einem der größten Mittelalterspektakel Europas ein. Längst haben sich die Maximilian Ritterspiele zu einem wichtigen und überregionalen Publikumsmagneten entwickelt.

Es war im Juni 1498, als der damalige König Maximilian, später Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, vor dem Horber Rathaus den Thronfolgevertrag für Württemberg besiegelte. Damit ist der bisherige Inhaber, Herzog Eberhard, entmachtet. Zugleich wird damit eine Demokratisierung im Land angestoßen. Dieses historische Ereignis wird jedes Jahr im Juni mit den Maximilian Ritterspielen gefeiert. Laienschauspieler stellen die Vertragsunterzeichnung vor der historischen Kulisse nach. Anschließend ziehen Könige, Herzöge, Adelige und Bürger durch die Innenstadt zum "Turniergeviert". Dort nimmt Maximilian das Kräftemessen der Ritter persönlich ab. Die Ritterturniere selbst sind fest in der Hand der "Haraldos" (bekannt auch vom Keltenfest in Hülben). Sie unterhalten auf dem Turnierplatz mit rasanten Showeinlagen, waghalsigen Stürzen und einer guten Portion Humor die zahlreichen Besucher.

Drei Tage lang taucht die Stadt am Neckar ganz ins Mittelalter ein. Dazu gehört natürlich auch ein großer Mittelaltermarkt, der sich durch die Straßen der historischen Altstadt schlängelt.

Unter den rund 200 Marktbeschickern präsentiert sich dieses Jahr verstärkt das "vorführende Handwerk". Zinngießer, Beutelmacher und Korbflechter lassen sich bei ihrer Arbeit von den Besuchern über die Schulter schauen. Daneben bieten bieten auch viele Markt- und Handwerksleute ihre Waren feil, beispielsweise Seifensieder, Kalligraphen, Glasmaler, Waffenschmiede und Holzschnitzer.

Neu sind bei den diesjährigen Horber Ritterspielen auch mehrere Schwert- und Schaukampfgruppen, die ihr Können zeigen. Und über die Verpflegung muss man sich auch keine Sorgen machen Stände mit "Schlemmereyen" und "Durstlöschern" werden keinen Wunsch offen lassen.

Im Lager der Haraldos
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