Dettingen Raus mit den Silos aus der alten Fabrik

Auf dem Eisenlohr/Uniplast-Areal hat die Entsorgung der Altlasten begonnen.
Auf dem Eisenlohr/Uniplast-Areal hat die Entsorgung der Altlasten begonnen. © Foto: Alexander Thomys
Dettingen / Christina Hölz 20.07.2018

Lange war er angekündigt, der Umbau des früheren Eisenlohr- und späteren Uniplast-Areals in einen modernen Wohnpark. Jetzt sind die Kräne und Bagger, nicht mehr zu übersehen: Seit einigen Tagen machen sie sich an den Abtransport der alten Fabrik-Teile auf dem denkmalgeschützten Industriegelände. Allein am Mittwoch sind in der Fabrikstraße riesige Silos zerlegt worden.

Wie berichtet, plant ein Leonberger Investor auf dem alten Eisenenlohr’schen Webereigelände – auf dem später die Firma Uniplast logierte – gut 67 Wohnungen mit einer Größe zwischen 40 und 200 Quadratmeter. Geboten werden Größen von der Singlewohnung bis zum Penthouse.

Die Planer wollen einen Großteil der Wohnungen im imposanten Langhaus im vorderen Bereich sowie in der anschließenden Shedhalle unterbringen. Das Langhaus soll dabei (wie im Bestand) mit drei Vollgeschossen erhalten bleiben und Platz für 54 Wohneinheiten bieten, darunter Maisonetten. Aufgestockt wird im Neubau die bislang eingeschossige Shedhalle, und zwar um eine Etage. In der Halle entstehen zwölf Wohneinheiten, die im Erdgeschoss mit Lichthöfen ausgestattet werden. Geplant ist ferner eine unterirdische Tiefgarage mit 44 Stellplätzen.

Zum Bauzeitplan: Zunächst beginnen die Verantwortlichen mit dem Abbruch nicht mehr benötigter Gebäudeteile und alter Garagen, was nach aus Auskunft eines Firmensprechers zwei bis drei Monate dauern soll. Anschließend werden denkmalgeschützte Elemente freigelegt, und schließlich sanieren Experten die historischen Ensembles. Die Investoren rechnen mit einer Bauzeit von gut zwei Jahren.

Gearbeitet wird in engem Schulterschluss mit den Fachleuten des Denkmalamtes und der Gemeindeverwaltung Dettingen. Über mangelndes Interesse an den geplanten Appartements können sich die Investoren nicht beklagen: Ein Großteil der Wohnungen sei verkauft, heißt es.

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