Bad Urach Preis für Unterstützung des Ehrenamtes

DRK-Bereitschaftsleiter Thomas Leopoldt, die Riegler-Vertreter Philipp Wacker und Jürgen Wacker mit Ministerialdirektor Julian Würtenberger und Bad Urachs stellvertretendem Bürgermeister Michael Schweizer bei der Preisverleihung (von links).
DRK-Bereitschaftsleiter Thomas Leopoldt, die Riegler-Vertreter Philipp Wacker und Jürgen Wacker mit Ministerialdirektor Julian Würtenberger und Bad Urachs stellvertretendem Bürgermeister Michael Schweizer bei der Preisverleihung (von links). © Foto: Privat
Bad Urach / swp 07.12.2017

Ehrenamtliche sind die tragende Säule des Bevölkerungsschutzes im Land – ob bei den Freiwilligen Feuerwehren, dem Technischen Hilfswerk oder dem Deutschen Roten Kreuz und weiterer Hilfsorganisationen. Ein Engagement, das auch die Bereitschaft der Arbeitgeber benötigt, ihre Mitarbeiter für Einsätze und Lehrgänge freizustellen. Das Innenministerium des Landes Baden-Württemberg zeichnete nun einige Unternehmen aus, welche dieser Pflicht in lobenswerter Weise nachkommen. Unter den 38 Ausgezeichneten war auch die Firma Riegler aus Bad Urach und die Firma Hirschmann Automation aus Neckartenzlingen.

Die Firma Riegler beschäftigt gleich mehrere ehrenamtliche Helfer von Feuerwehren, dem Technischen Hilfswerk und dem Deutschen Roten Kreuz. „Diese Helfer erfahren von ihrem Arbeitgeber jederzeit Anerkennung und Unterstützung für ihr ehrenamtliches Engagement im Bevölkerungsschutz“, sagt Michael Schweizer, der als stellvertretender Bürgermeister der Stadt Bad Urach und als Ortsvereinsvorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes an der Preisverleihung in Stuttgart teilnahm. „So werden die Helfer stets unbürokratisch und selbstverständlich für Einsätze und Fortbildungen Ihrer Hilfsorganisationen sowie für Blutspendenaktionen des DRK Ortsvereins, freigestellt“, ergänzt Schweizer. Den Helfern sei es jederzeit erlaubt, bei Alarmierungen und Einsätzen umgehend ihren Arbeitsplatz zu verlassen. „Außerdem unterstützt die Firma Riegler die Arbeit der ortsansässigen Hilfsorganisationen regelmäßig durch die zur Verfügungstellung ihres Firmengeländes und Gerätschaften zu Übungszwecken sowie mit Geld und Sachspenden“, lobt Schweizer.

 Wie wichtig dies für die Sicherheit der Bürger ist, wurde in der Landeshauptstadt einmal mehr deutlich. „Das Ehrenamt ist die tragende Säule des Bevölkerungsschutzes im Land. Deshalb danke ich den Arbeitgebern, die das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitarbeiter für den Bevölkerungsschutz unterstützen. Die Arbeitgeber leisten damit einen Beitrag, der nicht hoch genug geschätzt werden kann. So können sich unsere Bürger darauf verlassen, dass im Notfall Hilfe kommt“, sagte Julian Würtenberger, Ministerialdirektor im Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration.

Ohne diese Unterstützung durch die Arbeitgeber wäre die Bewältigung von verheerenden Naturkatastrophen, Bränden, Verkehrsunfällen und großen Unglücksfällen unmöglich. Das Land vergibt deshalb als Zeichen der Wertschätzung und als Ausdruck der Anerkennung für die vielfältige Unterstützung des Bevölkerungsschutzes durch Arbeitgeber die Auszeichnung „ehrenamtsfreundlicher Arbeitgeber im Bevölkerungsschutz“. „Dabei freut es mich besonders, dass von den Vertretern kleinerer Handwerksbetriebe, über den Mittelstand bis hin zu Weltmarktführern das gesamte Spektrum der Wirtschaft in unserem Lande vertreten ist. Mit Ihrer Bereitschaft, die Ausübung des Ehrenamts zu fördern, tragen Sie dazu bei, die Strukturen im Bevölkerungsschutz nachhaltig zu sichern und zukunftsfähig zu machen“, so der Ministerialdirektor weiter

Würtenberger wies darauf hin, dass eine Förderung des Ehrenamts auch Vorteile für die Arbeitgeber hat: „Ehrenamtlich engagierte Mitarbeiter sind teamfähig, belastbar und zuverlässig. Sie leben eine Wertekultur, die eine Vorbildwirkung im gesamten Betrieb entfaltet.“

Lobende Worte gab es von vielen Stellen. „Unser Dank und unsere Anerkennung gilt auch den Arbeitgebern, weil sie bereit sind dieses Risiko einzugehen und diesen Mehraufwand tragen. Der Bevölkerungs- und Katastrophenschutz in Deutschland ist weltweit am leistungsfähigsten. Sie tragen dazu erheblich bei“, dankte auch Dietmar Löffler, Landesbeauftragter des Landesverbandes Baden-Württemberg der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk dem Engagement der Arbeitgeber im Lande.

Michael Schweizer zollte den Preisträgern im Namen der Kurstadt Respekt: „Wir als Stadt Bad Urach sind stolz und dankbar, solche Arbeitgeber in unserer Stadt zu haben. „Ohne die flexible Freistellung und Unterstützung der Mitarbeiter durch Ihre Arbeitgeber, könnten viele Pflicht- und Freiwilligenaufgaben der Hilfsorganisationen nicht im Ehrenamt geleistet werden.“