Verwaltungsausschuss Positive Entwicklung auf der ganzen Linie

Das Dettinger Jugendhaus.
Das Dettinger Jugendhaus. © Foto: Kirsten Oechsner
Dettingen / Kirsten Oechsner 09.06.2018

In Zeiten räumlicher Enge und organisatorischer Zumutungen durch den Schillerschul-Bau sei es laut Bürgermeister Michael Hillert hochinteressant, wie positiv die Jugendsozialarbeit in Dettingen dennoch laufe. Und, so der Bürgermeister: „Der Jahresbericht zeigt mir, was wir durch Präventionsarbeit vermieden haben.“ Einst habe man in Dettingen auf das Jugendhaus mit Misstrauen geblickt, diese Zeiten seien vorbei. Der Bericht und damit die Arbeit der beiden Sozialarbeiter Christel Bahnmüller-Luft und Lars Luft, die verantwortlich sind für die Schulsozialarbeit und die offene sowie mobile Jugendarbeit, wurde auch von den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses gelobt. „Es geht bei ihnen um dynamische Prozesse und es ist faszinierend, wie kreativ darauf reagiert wird“, meinte Wolfgang Budweg von der CDU. Dr. Rolf Hägele (Freie Wähler) hob vor allem die Verknüpfung zur bürgerlichen Gemeinde als besonders wertvoll hervor und vergas auch nicht, die Aufgaben der Zukunft zu erwähnen: „Die Zusammenführung der beiden Dettinger Schulen ist eine große Herausforderung und wird nicht leicht zu bewerkstelligen sein.“

Im Rahmen der vielschichtigen Arbeit sei es, so Lars Luft, ein Vorteil, Aufgaben schieben und Schwerpunkte setzen zu können. Die seien in letzter Zeit eindeutig auf der Schulsozialarbeit und die mobile Jugendarbeit gelegen: „Die offene Jugendarbeit läuft und hat sich ein Stück weit beruhigt.“ Doch fairerweise müsse man nun langsam auch nach der baulichen Substanz schauen und sich um die Zukunft des Jugendhauses Gedanken machen. Bei dem Gebäude handelt es sich um eine einstige Eisenlohr-Baracke, die vor 20 Jahren als Provisorium aufgestellt worden sei. Es würden sich jedoch zunehmend Schwächen bei Heizung, Dach, Boden und in anderen Bereichen zeigen: „Es gibt keinen Handlungsbedarf für die nächsten Monate“, machte Lars Luft deutlich. Aber: Man müsse sich über künftige Investitionen Gedanken machen und die Frage stellen, erhalten oder erneuern. „Wir holen raus, was möglich ist“, so sein Fazit. „Aber das reicht nicht für die nächsten 20 Jahre.“ Angesichts der Belastungen durch den Um- und Neubau der Schillerschule sehe er, so Bürgermeister Hillert, keinen finanziellen Spielraum eventuell an ein neues Gebäude zu denken: „Wir werden vorerst nur durch Flicken weitermachen können.“

Aber er sei guten Mutes, dass das Gebäude dann noch ein Weilchen als Jugendhaus dienen könnte.

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