Am Samstag, 9. Juni zwischen 10 und 12 Uhr besteht die Möglichkeit für Besucher, die Ausstellung zu sehen. Die Gemälde in den Geschäftsräumen seien ein Experiment, erklärt Dr. Klaus Elmer, Geschäftsführer der Firma Eissmann.

Die Bilder von Oliver Sachse werden in den nächsten Wochen das Tagesgeschäft begleiten und hoffentlich zu Diskussionen und zu einem noch besseren Betriebsklima beitragen. Entsprechend des eher ungewöhnlichen Ausstellungsorts hat Oliver Sachse die Gemälde ausgesucht, die in Urach gezeigt werden. Die Kunst soll zu den Räumen und zum Arbeitsvorgang passen, was auch uneingeschränkt gelingt.

Sachse, dessen aufwändige Technik viele Arbeitsschritte bis zur Vollendung eines Werkes fordert, arbeitet auf Holzplatten. Schicht um Schicht entstehen mit Farben, Lacken, Stoffen und anderen Materialien dreidimensionale, fast organisch wirkende Oberflächen, die dem Betrachter viel Raum für eigene Interpretationen lassen.

Sachse erklärt, er habe zwar eine Vorstellung von dem angestrebten Ergebnis, werde aber immer wieder von den erzielten Effekten überrascht. Ein zweiter Zyklus, der in Urach zu sehen ist, sind Bilder, die sich mit Haustieren beschäftigen.

Hunde und Ferkel stehen für den Einfluss, den der Mensch durch Zuchtwahl auf seine Umwelt ausübt. Keines der Bilder hat einen Titel, was dem Betrachter die eigene Interpretation noch leichter macht. Die Auswahl der Bilder für die Firmenräume war eine Herausforderung, erzählt Sachse. Während der geschäftlichen Meetings sollen sich die Bilder nicht in den Vordergrund drängen, aber Mitarbeiter und Besucher trotzdem zum Nachdenken und Diskutieren anregen, etwas was dem Künstler mit seinen großen, oft mehrteiligen Werken sicher gelingen wird.

Während der Vernissage gab es noch eine Charity-Aktion zu Gunsten der Wuppertaler Tafel. Sachse und ein befreundeter Maler haben weiße Porzellanteller künstlerisch gestaltet, die erworben werden konnten. Die leeren Teller stehen für den Mangel, den es auch in unserer Gesellschaft gebe.