Für die Zweitklässler an der Riedericher Gutenbergschule war am gestrigen Freitag ein spannender Tag. Sie hatten Experimentierstunden zum Thema „Luft“. Klassenlehrerin Viola Ambacher hatte sich kompetente Unterstützung ins Boot geholt in Person von Olivera Haas.

Sie arbeitet für die Metzinger Firma Storopack, die wiederum seit vielen Jahren Mitglied in der Wissensfabrik ist. Die Wissensfabrik ist ein Zusammenschluss von rund 130 Unternehmen und Stiftungen in ganz Deutschland. Storopack ist schon seit vielen Jahren dabei. Das Unternehmen betreut allein bundesweit 40 Schulen.

Wichtige Anliegen sind die Bildung im Kindesalter und die Gründerförderung. Die Wissensfabrik entwickelt gemeinsam mit wissenschaftlichen Partnern Projekte, die deutschlandweit in Kitas und Schulen umgesetzt werden können.

Aber auch so genannte Start-ups werden von der Wissensfabrik unterstützt, indem sie mit etablierten Firmen zusammengebracht werden. Die Mitglieder der Wissensfabrik wollen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Und sie bringen sich mit ihren jeweiligen Stärken ein. Im Mittelpunkt der Aktivität stehen konkrete Projekte in den Bereichen Bildung und Unternehmertum.

Einen Schwerpunkt bildet die frühkindliche Bildung, also die Zusammenarbeit mit Kindergärten und Grundschulen bei der Vermittlung von Naturwissenschaften, Technik und Wirtschaft. Ebenso gehören Aktionen zur Berufsorientierung in weiterführenden Schulen und Hochschulkooperationen zum Programm der Wissensfabrik.

Letzteres interessierte die Riedericher Grundschüler freilich nicht, sie hatten am Freitag mit sich und den gestellten Aufgaben genug zu tun. Für Olivera Haas und Viola Ambacher ging es darum, den Schülern mittels praktischer Experimente das Thema „Luft“ greifbar zu machen. „Die Kinder“, sagt Viola Ambacher, „haben einen großen Spaß dabei, das ist herrlich.“ Sie hat den Eindruck, dass bei den Kindern mehr im Gedächtnis hängen bleibt, wenn sie etwas selbst ausprobieren, wenn ihnen  durch eigenes Handeln  etwas gelingt.

Am Anfang eines Experiments steht die Überlegung, wie es funktionieren könnte. Insofern müssen sie sich mit der Aufgabe auseinandersetzen. „Dann“, so Viola Ambacher, „müssen sie die Anleitung lesen und danach vorgehen.“ Am Ende wird reflektiert: Hat das Experiment funktioniert? Und wenn nicht, warum? Die Lehrerin ist froh, dass sie eine Expertin wie Olivera Haas an ihrer Seite hat. „Die Kooperation mit einem Unternehmen wie Storopack“, sagt sie, „ist ein Geschenk.“ Aber aufwendig ist das Ganze schon. Ambacher: „Solche Experimente kann man natürlich nicht jeden Tag aufbauen.“

Elf Stationen durften die Zweitklässler durchlaufen. Dabei lernten sie, was eine Luftballonrakete ist, wie Unterdruck funktioniert, wie Luft als Antriebsenergie wirkt oder auch wie schwierig es ist, eine Zeitung mit einem Lineal  anzuheben. Sie konnten mit einem eingeschalteten Föhn einen Tischtennisball jonglieren oder den Taucher in der Wasserflasche in die Tiefe fahren lassen.

Die 34 Riedericher Zweitklässler hatten jedenfalls zwei absolut spannende Schulstunden, die sie wohl so schnell nicht vergessen werden.

Die Wissensfabrik ist in ganz Deutschland aktiv


Mehr Wissen, mehr Können, mehr Zukunft – dafür steht die Wissensfabrik - Unternehmen für Deutschland.  Rund 130 Unternehmen und Stiftungen machen sich in der Initiative gemeinsam für Bildung und Unternehmen stark.

Allein der Metzinger Verpackungsspezialist Storopack betreut 40 Schulen in ganz Deutschland, bis in den Norden hoch, etwa nach Osnabrück.

Dafür zuständig bei Storopack ist Olivera Haas, die die Leherer mit Material und Wissen unterstützt.

Auch die Gutenbergschule Riederich gehört zu diesem Kreis. Bei den Zweitklässlern ging es am Freitag um das Thema „Luft“.