Dettingen Kinder backen gleich für zwei gute Zwecke

Die Vertreter des Hospizes (links) und der Lebenshilfe freuen sich mit den Drittklässlern über die Spende.
Die Vertreter des Hospizes (links) und der Lebenshilfe freuen sich mit den Drittklässlern über die Spende. © Foto: Anne Laaß
Dettingen / Anne Laaß 16.05.2018

Viele kleine und große helfende Hände sind zur Spendenübergabe in den Susanna-von-Zillenhart-Saal zusammengekommen. Ein Jahr lang haben die Grundschüler mit ihren Müttern gebacken und das Ergebnis verkauft. 1600 Euro sind zusammengekommen, erzählte Anja Webb, Elternbeiratsvorsitzende der Uhlandschule. Und diesen Erfolg feiern Kinder, Lehrer und selbstverständlich auch die Mütter.

Das Projekt „Helfende Hände“ existiert seit über zehn Jahren. Und erfreut sich einer gewissen Beliebtheit. Als in der Präsentation die Bilder der Kuchen, Muffins und Obstspieße auftauchen, sind laute Zuspruchsbekundungen der Grundschüler zu hören. Die „Ohs“ werden nur durch ein „Lecker“ abgelöst, da hilft auch keine Ermahnung still zu sein. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht verfolgen die Erst- bis Viertklässler die Präsentation.

In Reimform schildern vier Schüler aus der dritten Klasse, was das Projekt ausmacht. Letztlich seien die Tische nun leer, dafür die Spendenkassen voll. Zugute kommen die zum einen der Lebenshilfe Tübingen und zum anderen dem Hospiz in Eningen.

Aber was sind das eigentlich für Einrichtungen? Diese Frage beantworteten Madeleine Axnick, Bereichsleiterin Freizeit und Bildung für die Lebenshilfe, sowie Antje Bender und Petra Leidig-Woltering vom Hospiz.

In einer Vorstellungs- und Fragerunde haben sowohl die Spendenempfänger als auch die Schüler, die Chance sich auszutauschen. Vorausgesetzt wird nichts, die Kinder fragen aus dem Bauch heraus und haben keine Berührungsängste. Während Madeleine Axnick erklärt, was die Lebenshilfe für Aufgaben hat, und, dass mit dem Geld diverse Aktivitäten ermöglicht werden, hören die Schüler zu. Ungeteilte Aufmerksamkeit hat danach auch Vogel Wibo. Er ist zwar schon erwachsen, wie die Krankenschwestern Antje Bender und Petra Leidig-Woltering betonen, aber für die Kinder ein Blickfang. Wibo lebt im Hospiz und versteht es, das Leben dort kindgerecht zu erklären. Als Wibo die selbstgemalten Bilder der Gäste zeigt, so werden die Menschen im Hospiz genannt, sind die Grundschüler begeistert. Die Spende wird genau für diesen Zweck verwendet: Papier, Pinsel und Farben sollen davon gekauft werden. Der nächste Frühstücksverkauf, findet am Donnerstag, 17. Mai, in der Pause statt.

Frühstücksverkauf ist eine Tradition

Der Jahreserlös des monatlichen Frühstücksverkaufes geht an gemeinnützige Organisationen. Das Projekt „Helfende Hände“ existiert seit mehr als zehn Jahren. Der Elternbeirat hat es ins Leben gerufen. Gespendet wurde unter anderem an die Arche Regenbogen, den Verein Sonnenblume oder für ein Brunnenprojekt in Afrika.