Film Inshuti – Geschichte einer Freundschaft

Der Film entstand während einer Bachelorarbeit.
Der Film entstand während einer Bachelorarbeit. © Foto: Privat
swp 05.10.2017

In Ruanda sagt man: gute Freunde, also „Inshuti“, findet man in schweren Zeiten. Davon handelt der Dokumentarfilm „Inshuti – Die Geschichte einer Freundschaft“ von Franziska ­Bausch-Moser und Niels Bauder. Die beiden Tübinger Studierenden erzählen im Rahmen ihrer Bachelorarbeit die Geschichte der Freundschaft von Niels’ Großmutter Lissi und der ruandischen Frau Flori. Ihr Film wird am Freitag, 6. Oktober, um 19 Uhr bei „Profi Winkler“ in Bad Urach gezeigt.

Vor über 40 Jahren war Flori mit ihrer neugeborenen Tochter alleine in Deutschland. In dieser schweren Zeit lernte sie durch einen Zufall Lissi kennen. Sie hat Floris Not erkannt und sich kurzerhand entschlossen, Floris Kind bei sich zu Hause aufzunehmen. Es entstand eine enge Freundschaft.

Dieser Freundschaft gehen die beiden Studierenden in ihrem Erstlingswerk auf die Spur. Dabei wird der Zuschauer mit auf ihre Reise genommen, die sie von der Schwäbischen Alb bis nach Ruanda zu Flori und ihrer Familie führt.

Private Einblicke inklusive

In intimen Gesprächen erfahren sie Stück für Stück mehr – und werden dabei selbst Teil der Freundschaft. Nebenbei gewinnt der Zuschauer private Einblicke in das Leben einer ruandischen Familie, mit all ihren Hoffnungen – 22 Jahre nach dem verheerenden Völkermord.

Entstanden ist die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft, die über viele Jahre, viele Kilometer und verschiedene Kulturen hinweg Bestand hat. Dabei schafft es der Film, eine positive Geschichte aus Ostafrika zu erzählen, die mit Ruanda ein Land zeigt, in dem die Menschen weiterhin an die Zukunft glauben. Es ist ein Dokumentarfilm entstanden, der liebevoll zeigt, was entstehen kann, wenn man Fremden nicht mit Angst, sondern mit Offenheit entgegentritt. Eine Geschichte, die Mut macht und die zum Nach- beziehungsweise Umdenken anregt.