Ausflug Hodengulasch und Ulmer Bier

Gruppenfoto vor dem Ulmer Münster.
Gruppenfoto vor dem Ulmer Münster. © Foto: Privat
Bad Urach / swp 17.07.2018

Gelassen konnten die knapp zwanzig Mitglieder und Gäste des Partnerschafts­vereins den Sonntag angehen. Um 10.30 traf man sich am Bahnhof Münsingen. Etwas laut und rumpelig war die Fahrt im alten Triebwagen. Hinter dem Heutal traf man nur noch vereinzelte Radfahrer- und einen Hasen. Das doch heimatnahe Schmiechtal und die Hänge der Lutherischen Berge waren nur wenigen vertraut. Durchs Blautal rauschte die DB nach Ulm, dessen Baustellen mal aus einer anderen Perspek­tive gesehen werden konnten.

Auch malerisches gab es auf dem Weg zur Donau zu entdecken: das Fischerviertel zeigte seine Bächlein, Brückchen und Zunfthäuser in solidem schwäbischem Fachwerk – und viele lauschige Eckchen zur Einkehr. So musste man die Reise­gemein­schaft auf der Donauwiese schnell auflösen, um allen Wünschen nachzukommen. Einige stillten den Hunger in beschaulichen Wirts­häusern der Fischer, andere trafen sich beim Jazzfrüh­schoppen. Ganz dynamische schritten forsch unter leicht bewölktem Himmel durch den Markt der Donau­länder.

Die Vielfalt dort entsprach den 2650 Flusskilo­metern. Von der Idee, den toten Baum im Garten in ein Kunstwerk umzugestalten, bis auf das seltsame Angebot, sich eine Handtasche ganz aus bunten Reißverschlüssen anfertigen zu lassen. Am Nachmittag waren die Spezialitätenstände in Garküchendunst gehüllt. Schattenplätze waren begehrt. Die Auswahl fiel schwer: bulgarischen Backfisch oder ungarisches Hahn­hoden­gulasch? Tokajer oder alkoholfreies Ulmer Bier? Es schmeckt.

Die Zigeuner­musik „Absinto“ am bayerischen Ufer konnte nicht nur wildes Fiedeln, sondern auch moderne Arrange­ments und Sinti-Volkslieder vor dem eindrucksvollen Hintergrund von Münster und „Glas­pyramide“.

Der Treffpunkt beim Alten Rathaus war früh belebt. Nach Kaffee und Erzählungen trat man den Rückweg über den Münsterplatz an. Das dortige weißgetünchte „Stadthaus“ wird, 25 Jahre nach seiner Eröffnung, noch immer diskutiert. Zurück am Bahnhof, ließ sich die Gruppe in den weichen Polstern der Schwäbischen-Alb-Bahn zurück rollen. Beifall vor Münsingen: es hat allen gefallen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel