Dettingen Hilfe für Lebensrettung kann problemlos sein

In Dettingen wurde wieder Blut gespendet.
In Dettingen wurde wieder Blut gespendet. © Foto: Wieland Lehmann
Dettingen / Wieland Lehmann 05.10.2018

„Blut ist ein ganz besonderer Saft“, heißt es in Goethes „Faust“, als Faust und Mephisto einen Pakt schließen. Einen Pakt schließen Blutspender zwar nicht, doch gehen sie eine Bindung zu Menschen ein, für die ihr Blut lebensrettend ist. Am Dienstag war in Dettingen eine Blutspende-Aktion. Durch die Überschwemmung der Schillerhalle vor drei Jahren hatte man schon die Christuskirche in der Buchhalde als neuen Ort für diese Aktion gewählt. Und die Räumlichkeiten hier bieten auch einen Vorteil: Die einzelnen Stationen, die die Blutspender durchlaufen, sind voneinander deutlicher getrennt, nicht alles findet in nur einem großen Raum statt.

Bei der Anmeldung erhielten die Spender einen Fragebogen, den sie, einzeln abgeschirmt, auszufüllen hatten. Mit diesem ging es in den Labor-Bereich. Hier wurde den Spendern ein Tropfen Blut abgenommen, Fieber und Blutdruck gemessen. Es folgte der Arztbereich. Hier untersuchten die Ärzte die Spenderfähigkeit der Teilnehmer. Es ging auch um ein Gespräch zur Vorgeschichte von Krankheiten, Infektionen, dem allgemeinen Befinden. Der ausgefüllte Fragebogen war dabei hilfreich. Doch erst im Gespräch lässt sich ermitteln, ob der potenzielle Spender eine Auslandsreise gemacht hatte, sich dort vielleicht eine Ansteckung oder nur einen Insektenstich zugezogen haben könnte.

So gerüstet ging es in den Kirchenraum. Hier standen zehn Liegen, auf denen dem Spender ein halber Liter Blut abgenommen wurde. Im Altarbereich standen Liegen und Stühle für die Ruhezeit bereit. Nach einer Spende sollte man zehn Minuten liegen und fünf Minuten sitzen. Mehrfachspender verzichten schon mal auf das Liegen, für Erstspender ist das allerdings verbindlich.

Im angrenzenden Treppenbereich konnten sich die Spender dann stärken. Zur Auswahl standen Kaffee und Kuchen. Wer es kräftiger wollte, für den standen auch Wurstsalat bereit, Brot, Wurst und Käse. Man nahm bei der Blutspende die Gewissheit mit, geholfen zu haben, Leben zu retten.  Die Mitglieder des DRK-Ortsvereins hatten alle Hände voll zu tun, gleich zu Beginn um 14.30 Uhr kamen laufend Spender, Es waren im Stärkungsbereich aber auch junge Helferinnen aus Pfullingen tätig. Der Ablauf in allen Bereichen verlief ganz ruhig und reibungslos. Die Blutspenden sind allerorten rückläufig. Würde diesmal ein Zeichen für eine stärkere Beteiligung gesetzt? Fritz Schaich registrierte am Abend 133 Teilnehmer, da gab es in Dettingen schon mal eine größere Spenderzahl. Zehn Spendenwillige mussten zurückgestellt werden, ihr Blut entsprach an diesem Tag nicht den hohen Anforderungen. Begrüßenswert ist die Zahl von 13 Erstspendern. Ab 18 Jahren kann man Blutspender werden, das Alter für Erstspender reicht bis 63 Jahre. Ein Blutspender darf das Alter von 73 Jahren nicht überschreiten.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel