Ermstal Grüße aus dem Wilden Westen

Die Pfadfindergruppen des Ermstals waren beim Pfingstlager dabei und mit 45 Teilnehmer zahlreich vertreten.
Die Pfadfindergruppen des Ermstals waren beim Pfingstlager dabei und mit 45 Teilnehmer zahlreich vertreten. © Foto: Privat
Ermstal / swp 07.06.2018

Rund 260 Pfadfinder aus Süddeutschland versammelten sich vom 18. bis 26. Mai zum Pfingstlager der Christlichen Pfadfinderschaft Deutschland, das dieses Jahr ganz im Zeichen eines berühmten Comic-Cowboys stand, in Wemding (Bayern). Auch die Pfadfinder aus dem Ermstal sind mit 45 Teilnehmern dem Ruf ihrer Landesmark Schwaben gefolgt. Mit vollgepackten Rucksäcken schlugen sie auf einer Wiese bei den Gosheimer Baggerseen ihre Zelte auf und tauchten für eine Woche ins Lagerleben ab.

Dieses war zunächst geprägt vom Errichten der Schlafzelte und Gemeinschaftsbauten. So wurde neben einer Küche auch ein großer Saloon aus Fichtenstämmen, Seilen und Schwarzzeltplanen aufgebaut. In diesem fanden alle Platz für gemeinsame Programmpunkte. Am Pfingstsonntag wurden dann Eltern, Verwandte und Interessierte zum Besucher- und Markttag empfangen. Die Besucher und Teilnehmer erhielten an diesem Tag Spielgeld-Dollar, um sich an verschiedensten Marktständen eine Postkarte zu bedrucken, Kaktusseifen zu kaufen oder im Indianercasino ihr Glück zu probieren. So stimmte man sich auf die kommende Spielidee ein.

Kuhherden einfangen

Am Pfingstmontag fuhren alle Lagerteilnehmer in das nahe gelegene Nördlingen, um dort bei einem Stadtspiel die Stadt näher zu erkunden. Dabei bewältigten die Gruppen verschiedenste Aufgaben, wie Baumstammwettsägen, Pfeil und Bogen schießen und Hufeisenwerfen. Im Anschluss starteten die Gruppen von unterschiedlichen Punkten aus zu einer Wanderung und liefen in den zwei kommenden Tagen wieder zurück zum Lagerplatz. Dieser verwandelte sich in der Zwischenzeit zu einer typischen Westernstadt, wie man sie aus Comics oder Filmen kennt. So durften Sheriffs, ein Generalstore und auch eine Bühne für die Aufführungen im Saloon nicht fehlen.

Der Wilde Westen erwacht zum Leben. Von nun an übernahm die Spielidee die Regie, inspiriert von einem Comic aus der Lucky-Luke-Reihe. Dafür wurde das Lager in zwei Parteien geteilt und ein Wettstreit begann, wer das meiste Geld zum Landkauf beschaffen konnte, um letztlich die Telegraphenleitung über den gesamten Lagerplatz bauen zu können. Dafür mussten in den kommenden Tagen ausgebrochene Kuhherden eingefangen, Gold bei einem Geländespiel gewaschen und viele kleinere Aufgaben in der Stadt gelöst werden.

In den nächsten Tagen wurde die Mittagspause bei strahlendem Sonnenschein meistens für eine Abkühlung im nahegelegenen Baggersee genutzt. Nach der Ermittlung des Siegers, vereinigten sich die Parteien zum Abschluss­abend. Für diesen hatte sich die Küche noch einmal richtig ins Zeug gelegt. So wurden an diesem Abend Kartoffelsalat und knuspriges Spanferkel serviert.

Anschließend sangen und tanzten die Pfadfinder am großen Abschlussfeuer bis spät in die Nacht hinein. Am nächsten Vormittag wurden alle Zelte wieder abgebaut. Nach dem Lagerabschluss ging es dann für die Teilnehmer mit dem Bus wieder nach Hause.

Das Ermstal und seine Pfadfindergruppen

Mehr Informationen über die jeweiligen Pfadfindergruppen des Ermstals gibt es im Internet. Unter www.pfadfinder-ermstal.de gelangt man zu den Webseiten der einzelnen Pfadfindergruppen, auf denen man weitere Bilder zum Pfingstlager findet.

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