Bad Urach/Münsingen / SWP  Uhr
Vor der Shell-Tankstelle in der Burgstraße haben am Mittwochabend Greenpeace-Aktivisten mit Handbannern für den Schutz der Arktis demonstriert. Als Grund für die Aktion nennt Greenpeace eine Entscheidung von US-Präsident Obama. Dieser habe Shell erlaubt, in der Arktis nach Öl zu suchen.

Vor der Shell-Tankstelle in der Burgstraße haben am Mittwochabend Greenpeace-Aktivisten mit Handbannern für den Schutz der Arktis demonstriert. Als Grund für die Aktion nennt Greenpeace eine Entscheidung von US-Präsident Obama. Dieser habe Shell erlaubt, in der Arktis nach Öl zu suchen. Nun wolle der Konzern eine Flotte mit Bohrschiffen und -plattformen in Richtung Alaska senden. "Es ist absolut unverantwortlich, in der Arktis nach Öl zu bohren. Das Risiko einer Ölkatastrophe ist wegen des extremen Klimas dort viel zu hoch", sagt Peter Schultze von Greenpeace Münsingen. "Wenn wir den Klimawandel begrenzen wollen, dürfen die arktischen Ölvorkommen nicht ausgebeutet werden. Deshalb fordert Greenpeace von Shell, die Ölpläne in der Arktis aufzugeben."

Das Gebiet, in dem Shell zum zweiten Mal nach Öl bohren will, ist eine der letzten unberührten Regionen der Erde, sagen die Greenpeace-Aktivisten. Nachdem es im Jahr 2012 bei Shells Arktisprojekt zu Pannen und Unfällen vor der Küste Alaskas gekommen sei, habe der Konzern in den vergangenen beiden Jahren seine Probebohrungen aussetzen müssen. Die noch heute sichtbaren Folgen der Havarie der Exxon Valdez im Jahre 1989 zeigten zudem, dass die Arktis zu den ökologisch sensibelsten Regionen des Planeten gehöre.