Römerstein Gleich zwei Fahrzeuge für die Wehr

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KIRSTEN OECHNSER 20.05.2013
Gleich zwei neue Fahrzeuge wurden jetzt der Gesamtwehr Römerstein übergeben. Diese sieht sich bestens gerüstet für die vielfältigen Aufgaben, die längst weit über die Brandbekämpfung hinausgehen.

Aus unterschiedlichen Gründen hat es lange gedauert, bis die Zaininger Wehr das lang ersehnte Löschfahrzeug 10/6 nun tatsächlich erhalten hat. Einmal in der Albgemeinde angekommen, kam es dann aber auch gleich nach 14 Tagen zum Einsatz: Am 22. Februar musste die Wehr zu einem Verkehrsunfall ausrücken, eine Person aus dem Fahrzeug schneiden. „Die neue Ersatzbeschaffung hat sich schon bezahlt gemacht“, resümierte Kreisbrandmeister Wolfram auch bei der offiziellen Übergabe des Fahrzeugs am Samstag. Und der Einsatz habe eines deutlich unterstrichen: „Die Zaininger Wehr brauchte eine zeitgemäße Ausrüstung mit einem Tanklöschfahrzeug, um flexibel und schnell reagieren zu können.“

Endlich, so der Zaininger Kommandant Steffen Schlotterbeck, habe das alte museumsreife Fahrzeug aus dem Jahr 1984 ausgedient: „Das neue soll nun 30 Jahre Bestand haben“, so sein Wunsch. Man habe nicht zuletzt durch die Beharrlichkeit und den Einsatz seines Vorgängers Helmut Junginger eine gute und geschickte Lösung gefunden.

Das neue Fahrzeug passt laut Römersteins Gesamtkommandant Albert Haas hervorragend in das Feuerwehr-Gesamtkonzept der Gemeinde, nun stehe in jedem Ortsteil ein löschwasserführendes Fahrzeug: „Und endlich findet in Zainingen auch eine ganze Löschgruppe auf der Fahrt zu einem Einsatz in einem Fahrzeug Platz.“

Er sieht die gleichgesetzten Freiwilligen Feuerwehren der drei Ortsteile mit ihren insgesamt 84 Aktiven nun bestens ausgerüstet, zumal am Samstag auch ein in Böhringen stationierter Mannschaftswagen offiziell übergeben wurde. Der neue Mannschaftswagen diene, so betonte Bürgermeister Michael Donth, nicht nur dem Personentransport, unter anderem für die elf Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Vielmehr sei dieser multifunktionale Bus zusätzlich mit vier Presslufthammern, Material zur Verkehrssicherung sowie einer zusätzlichen Funk-Sprechstelle ausgerüstet. Auch hier hatten sich die Mitglieder des Fahrzeugausschusses im Vorfeld intensive Gedanken gemacht und ein schlüssiges Gesamtkonzept zusammengestellt.

„Insgesamt können wir heute nun Investitionen von über 310 000 Euro in Dienst stellen“, teilte Bürgermeister Donth mit, 70 000 Euro habe die Gemeinde als Zuschuss des Landes erhalten. Die Kommune hat laut Donth viel Geld ausgegeben, aber: „Es ist eine Investition in die Sicherheit unserer Bürger, unserer Firmen und Betriebe und es ist eine Investition in ein unverzichtbares Ehrenamt.“

Gerade dies unterstrich auch Landtagsabgeordneter und DRK-Kreisvorsitzender Andreas Glück (FDP): „Der Gedanke ist falsch zu sagen, dass die Feuerwehr zwei Fahrzeuge bekommen hat“, machte er deutlich. Vielmehr haben, so Glück, die Bewohner Römersteins diese Fahrzeuge erhalten: „Und es gibt mit den Aktiven der Feuerwehr zum Glück Menschen, die sie bedienen können.“ Entsprechend nutzen die Bürger der drei Teilorte auch die Möglichkeit, die beiden neuen Fahrzeuge genau unter die Lupe zu nehmen und sich die Technik erklären zu lassen. Dem offiziellen Teil der Übergabe schloss sich ein Hock vor dem Feuerwehrhaus an, das eigens für die Neubeschaffung unter aktiver Beteiligung der Zaininger Wehr umgebaut worden war. Die Festivitäten wurden am Montag mit dem Pfingsthock fortgesetzt.