Letztmalig beginnen wir in dieser Zusammensetzung vor der Sommerpause, um Sie dankend aus Ihrem Ehrenamt als Gemeinderat zu entlassen, und Sie für Ihre langjährigen Tätigkeiten im Gemeinde- und Ortschaftsrat zu ehren“, eröffnete Bürgermeister Matthias Winter die Sitzung des Römersteiner Gemeinderates.

Winter ließ die vergangenen fünf Jahre Revue passieren und erwähnte markante Punkte, die man zusammen entschieden, durchgeführt und abgeschlossen habe, immer mit dem Ziel vor Augen, das Beste für die Gemeinde zu tun. Themen wie zum Beispiel der Kindergartenneubau in Böhringen, die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen, das sehr emotionale Thema Windkraft in Donnstetten und die Gemeinschaftsschule Vordere Alb, die erst vergangene Woche ihrer Bestimmung übergeben werden konnte, bewegten die Räte.

In vielen Sitzungen habe man mit sich gerungen, fair diskutiert und es sich nicht leicht gemacht, Entscheidungen zu treffen. „Ich danke Ihnen allen für das konstruktive Miteinander – wir haben viel zusammen bewegt“, so Winter, bevor er die Ehrungen und Verabschiedungen letztlich  anging.

Hermann Claß wurde für sage und schreibe 20 Jahre kommunalpolitische Tätigkeit im Ortschafts- und Gemeinderat geehrt. Zudem ist Claß seit vielen Jahren der Ortsvorsteher in Donnstetten, der mit Sachverstand seine Meinung vertritt und das Interesse des Ortsteils Donnstetten wahrt.

Jürgen Tröster wurde fünf Mal in den Gemeinderat gewählt und wurde für 25 Jahre Kommunalpolitik geehrt. Tröster war stets ein sehr kompetenter Rat in den Themen Landwirtschaft und Feuerwehr, und das Thema Heimatbuch Böhringen lag und liegt ihm sehr am Herzen. Winter lobte seine stets faire Diskussionskultur und bedauerte sehr, dass Tröster in Zukunft dem Rat nicht mehr angehören werde.

Markus Class, der Ortsvorsteher Zainingens, durfte für 20 Jahre Ehrenamt in der Kommunalpolitik die Ehrung entgegennehmen. Großes Engagement, faire Diskussionsrunden und seine sehr rührige Art zeichnen die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Verwaltung aus, lobte Bürgermeister Winter den Kommunalpolitiker. Er freue sich auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

Mit Ursel Dieterle schied die einzige Frau im Römersteiner Gemeinderat nach 20 Jahren aus. Dies bedauerte der Bürgermeister sehr. Dieterle habe stets die richtigen Fragen gestellt und nie aus ihrer Meinung einen Hehl gemacht. „Sie haben Spuren hinterlassen, nicht nur im Partnerschaftskomitee“, sagte Winter bei ihrer Verabschiedung. Dieterle überraschte den Schultes mit einem Abschiedsgeschenk. Da am „glombiga Doschdig“ die Kindergartenkinder extra zu ihm kämen, um ihm seine Krawatte abzuschneiden, er aber letztes Mal betont habe, dass nun alle leidigen Weihnachtsgeschenke zerschnitten seien, schenkte sie ihm eine alte Krawatte extra zum Zerschneiden für das kommende Jahr, worüber sich der Schultes sehr freute.

Alexander Götz erhielt die Ehrung des Gemeindetags für 20 Jahre Engagement als Gemeinderat. Winter lobte ihn als Querdenker und einen, der sich auch gerne mal für seine Überzeugungen streite. Doch auch wenn man das Florett geführt habe, stehe er zu den Entscheidungen, auch wenn sie nicht seiner Ursprungsmeinung entsprachen. „Wir konnten anschließend miteinander anstoßen und ohne Groll weitermachen“, lobte Winter.

Anton Bayer hatte nach 25 Jahren entschieden, nicht mehr zu kandidieren. Auch er sei ein viertel Jahrhundert ehrenamtlich in der Kommunalpolitik gewesen und habe drei Bürgermeister erlebt. Winter dankte ihm für sein Engagement im Gemeinderat.

Walter Loser war 15 Jahre lang im Gemeinderat tätig. Winter hob hervor, dass Loser sich in der Diskussion auch Mal eines besseren belehren lassen konnte. Es sei durch seine angenehme und ausgeglichenede Art stets ein Faires miteinander gewesen.

Karl Heinz Götz wurde für zehn Jahre Ratsmitgliedschaft geehrt und verabschiedet. Götz habe sich rege an den Diskussionen beteiligt, vieles hinterfragt und Impulse gesetzt. Er war ein fairer Diskussionspartner, so Winter. „Ihre Stimme wird uns fehlen“, so der Schultes.

Christian Class wurde nach fünf Jahren verabschiedet. Winter bedauerte, dass er nach so kurzer Zeit schon gehe. Manfred Reichle wurde in Abwesenheit nach 15 Jahren im Gremium verabschiedet.

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