Bad Urach Gebaute Wertschätzung

Der Stützpunkt Bad Urach für den Straßenbetriebsdienst ist angesichts des vorherrschenden Klimas und der Geologie ein neuralgischer. Gunther Junginger (RP Tübingen) hat nun die neue Fahrzeughalle im Namen des Bundes übergeben. Landrat Thomas Reumann, Bad Urachs Bürgermeister Elmar Rebmann und die dort Beschäftigten dankten.
Der Stützpunkt Bad Urach für den Straßenbetriebsdienst ist angesichts des vorherrschenden Klimas und der Geologie ein neuralgischer. Gunther Junginger (RP Tübingen) hat nun die neue Fahrzeughalle im Namen des Bundes übergeben. Landrat Thomas Reumann, Bad Urachs Bürgermeister Elmar Rebmann und die dort Beschäftigten dankten. © Foto: Simon Wagner
Bad Urach / Simon Wagner 20.06.2018

Hell, modern, geräumig und ganz neu: Der bundeseigene Stützpunkt des Straßenbetriebsdienstes in Bad Urach verfügt seit Montag, nun auch ganz offiziell, über ein neues Heim. Nach rund zwei Jahren Bauzeit wurde das Gebäude durch Vertreter des Regierungspräsidiums Tübingen (RP) in einer kleinen Feierrunde an die Mitarbeiter des Betriebsdienstes übergeben. Sie arbeiten dort bereits seit April.

Die neue Fahrzeughalle besitzt eine Grundfläche von 16 mal 16 Meter und bietet Platz für insgesamt drei Einsatzfahrzeuge mit einer Maximallänge von 14,50 Meter. Zudem befinden sich im rückwärtig angeschlossenen Bereich Sanitäranlagen, Umkleiden, sowie ein Büro- und Sozialraum. Der Bund hat sich den Neubau rund 610 000 Euro kosten lassen. Diese Summe, so Gunther Junginger, als RP-Referatsleiter zuständig für den Straßenbau im Bereich Nord (Landkreise Reutlingen, Tübingen und Zollern-Alb), sei sehr gut angelegt, wie er zur offiziellen Inbetriebnahme sagte. Geschaffen worden sei ein geeignetes Arbeitsumfeld und gute Rahmenbedingungen, um den Anforderungen an einen wirtschaftlichen und effizienten Straßenbetriebsdienst gerecht zu werden. Der Stützpunkt in Bad Urach, so Junginger weiter, stelle zweifellos einen wesentlichen Unterhaltungsschwerpunkt im Verwaltungsbezirk des Kreises dar und gerade die klimatischen und geologischen Gegebenheiten vor Ort, mache die Straßenmeisterei zu einer notwendigen Ergänzung der Meistereien in Eningen und Münsingen. Der Wirkkreis des Stützpunktes umfasst nicht nur das obere Ermstal, samt den Höhenlagen mit den Ortschaften Hülben, Grabenstetten, Römerstein und Bad Urachs Teilorten, sondern insbesondere auch sechs Albaufstiege. Insgesamt kümmere sich der Straßenbetriebsdienst im Kreis mit den Straßenmeister­eien in Eningen und Münsingen und den Stützpunkten in Bad Urach und Pfronstetten um ein Streckennetz, das sich auf knapp 700 Kilometer summiert, wie Landrat Thomas Reumann unterstrich. Davon seien rund 15 Prozent Steigungsstrecken. Gerade der Posten in Bad Urach zähle deshalb zu den Brennpunkten und stehe angesichts der vorherrschenden Geologie vor besonder­en Herausforderungen. Funktionierende Straßen, so Reumann, seien ein wesentlicher Bestandteil des Wirtschaftsstandorts. Als Lebensadern würden sie existentiell wichtige Verknüpfungen zwischen den Ballungsräumen und dem ländlichen Raum sicherstellen. Und dass, auch bei winterlichen Witterungsbedingungen. Die erfolgte Investition des Bundes in Bad Urach – er stellt dem Kreis das Gebäude zudem mietfrei zur Verfügung – ist für den Landrat auch Ausdruck der Wertschätzung gegenüber den Straßenmeistereien und ihren einsatzfreudigen Bediensteten.

In den Dank stimmte auch Bad Urachs Bürgermeister Elmar Rebmann mit ein und betonte, dass insbesondere angesichts des vermehrten Individualverkehrs die Verkehrsteilnehmer auf gute Straßenbedingungen angewiesen seien. Den regelmäßigen und frühmorgendlichen Winterdienst bezeichnete er als „großartige Leistung“. Hinzu komme die ständige Beobachtung der Strecken: „Daran hängt viel Verantwortung.“

700

Streckenkilometer fallen in den Zuständigkeitsbereich des Kreis-Straßenbetriebsdienstes. Er verfügt am Stützpunkt Bad Urach nun über eine neue Fahrzeughalle.

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