Vor den anstehenden Wahlen gab Kommandant Rolf Schäfer seinen Bericht über die Einsätze und Tätigkeiten im vergangenen Jahr ab. Man blieb in Dettingen zwar von wetterbedingten Naturkatastrophen verschont, trotzdem musste die Wehr 78 Mal ausrücken. Die 15 Brandeinsätze lagen auf dem Niveau des Vorjahres und es gab einige Hilfseinsätze weniger als 2013. Unerfreulich war die starke Zunahme der Fehlalarme, die durch automatische Brandmeldeanlagen, etwa in Betrieben, ausgelöst werden.

Besonders aufwendige Einsätze waren etwa der Brand in einem Mehrfamilienhaus in Dettingen, bei dem mehrere Menschen aus dem verrauchten Gebäude gerettet werden mussten. Mehrere schwere Verkehrsunfälle auf der B 28 verursachten auch 2014 verschiedene Einsätze der Wehr. Mehrfach wurde Überlandhilfe in die Nachbargemeinden geleistet, etwa beim Brand eines holzverarbeitenden Betriebs in Grabenstetten.

Besonderes Highlight 2014 war die Übernahme des neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugs, das seitdem schon wichtige Dienste geleistet hat. Sehr erfreulich, so Schäfer, war auch im vergangenen Jahr die Mannschaftsstärke. 60 aktive Kameraden, so viele wie noch nie, gehören der Einsatzabteilung an. Davon sind 42 auch während des Tages verfügbar, auch dies ein hervorragender Wert. Mit einem Altersdurchschnitt von 37,8 Jahren kann man zwar zufrieden sein, ist aber trotzdem froh um jeden Neuzugang aus der Jugendfeuerwehr, wo zurzeit 14 Jungen und ein Mädchen an die Arbeit der Feuerwehr herangeführt werden.

Neben den zahlreichen Einsätzen wurde im vergangenen Jahr auch viel für die Ausbildung getan, wie Jochen Wurz, stellvertretender Abteilungskommandant, berichtete. 20 Übungen und diverse Lehrgänge wurden absolviert. Gemeinsam mit der Feuerwehr Metzingen hat man einen Gefahrstoffzug aufgebaut, der im gesamten Ermstal eingreifen kann.

Bürgermeister Michael Hillert nahm die einstimmig gewährte Entlastung des Vorstands vor. Er betonte, wie wichtig die Arbeit der Wehr in Dettingen sei und dass die gute Ausbildung, zusammen mit der von der Gemeinde beschafften Technik, eine Grundvoraussetzung für ein sicheres und effektives Arbeiten sei. Gemeinsam mit Rolf Schäfer und Jochen Wurz konnte er zwei Kameraden für ihre lange Zugehörigkeit zur Wehr ehren. Herbert Knapp ist seit 40 Jahren aktiv, Steffen Fritz gehört der Wehr seit 25 Jahren an.

Zu der anstehenden Wahl des Kommandanten und seines Stellvertreters traten die Amtsinhaber für weitere fünf Jahre an. Mit überwältigender Mehrheit, Rolf Schäfer erhielt 38, Jochen Wurz 40 Stimmen der 41 Wahlberechtigten, bestätigten die Feuerwehrmitglieder in geheimer Wahl ihr Führungsduo und bestätigten den Kommandanten und seinen „Vize“ in ihrer Arbeit.