Bad Urach Freie Wähler formieren sich

Bad Urach / GUDRUN SCHMIED 15.11.2013
Die Freien Wähler bilden im Bad Uracher Gemeinderat die größte Fraktion. Sieben Monate vor Ablauf der Wahlperiode blickten sie während eines Infoabends auf das Geleistete und die aktuelle Situation.

Seit mehr als 50 Jahren existiert die Gruppe der Freien Wähler Vereinigung in Urach und versucht, ohne ideologische Scheuklappen zum Wohl der Uracher Bürger und Unternehmer zu agieren.

Walter Damzog gab den wenigen Besuchern des Infoabends einen Überblick über die Haushaltssituation der Gemeinde.

Klar sei dabei der relativ geringe Einfluss, den die Stadt auf die Entwicklung der Einnahmen, die überwiegend konjunkturabhängig seien, habe, betonte Damzog. Ebenso wären die meisten Ausgaben für Pflichtaufgaben durch die gesetzliche Vorgaben festgelegt.

Man bemühe sich deshalb, die Ausgaben im freiwilligen Bereich im Rahmen zu halten. Nach relativ schweren Jahren habe sich 2013 positiv dargestellt.

Die Gewerbesteuereinnahmen waren erfreulich hoch, große Baumaßnahmen wie das Kinderhaus kosteten aber viel Geld. Die Rücklagen schrumpfen zur Zeit dramatisch und mit einer Verschuldung von knapp 1000 Euro pro Kopf liege man in Urach weit über dem Landesdurchschnitt.

Bruno Wörner konnte aus dem Bereich Wirtschaft und Industrie recht erfreuliche Nachrichten vermelden. Den alteingesessenen Uracher Unternehmen geht es gut, auch in Hengen und Wittlingen siedeln rührige Unternehmen in den Industriegebieten. Er betonte, wie wichtig die Industrieunternehmen für die Stadt sind.

Neben der Gewerbesteuer sorgen vor allem die bereitgestellten Arbeitsplätze dafür, dass sich junge Menschen und Familien in Urach ansiedeln.

Familien, für die vor allem die Kinderbetreuung und die Schulsituation wichtig sind. Katharina Höner berichtete, dass die Stadt in der Kleinkindbetreuung gut aufgestellt sei. Die Kindergärten und das im Januar bezugsfertige Kinderhaus sowie weitere Lösungen wie die TigeR-Gruppe in Wittlingen machen es möglich, die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.

Uthe Scheckel berichtete über die großen Umwälzungen im Schulbereich. Insgesamt werden, dank der geburtenschwachen Jahrgänge, zukünftig weniger Schüler in Urach die Schulen besuchen. Mit der Einführung von G8 und der Gemeinschaftsschule stehen Stadt und Schulen nach wie vor vor großen Aufgaben.

Die Stadt müsse auch in Zukunft ihre Schulen als Standortfaktor stärken.

Am 25. Mai 2014 wird der Gemeinderat neu gewählt. In den nächsten Wochen sollen, erklärt Walter Damzog, in intensiven Gesprächen die Kandidaten für die Wahllisten der Freien Wähler gefunden werden. Insgesamt werden für Urach 17, für Wittlingen, Hengen und Sirchingen je drei und für Seeburg zwei Kandidaten aufgestellt, die die Ziele der Freien Wähler im nächsten Gemeinderat vertreten sollen.

Im Anschluss daran wird das Wahlprogramm und die Ziele für die kommenden fünf Jahre festgelegt. Man werde wie bisher, ohne Parteipolitik und ideologische Belastungen, für die Bürger agieren, betonte Damzog.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel