Bad Urach Förderverein spendet 6500 Euro

Pfarrer Markus Kettnacker-Prang, Christine Krohmer, Eberhard Abel und Karin Maier (von links) bei der Scheckübergabe.
Pfarrer Markus Kettnacker-Prang, Christine Krohmer, Eberhard Abel und Karin Maier (von links) bei der Scheckübergabe. © Foto: Kirsten Oechsner
Bad Urach / KIRSTEN OECHSNER 30.07.2014
Im Pflegealltag kommt oft eines zu kurz: Zeit für Dinge, die nicht abgerechnet werden können. Anders bei der Diakoniestation Oberes Ermstal-Alb. Dafür gibt es finanzielle Unterstützung durch einen Förderverein.

Besuche bei Pflegebedürftigen werden nach Leistungspaketen abgerechnet, doch die Zeit für ein persönliches Wort oder einen Trost, das Aufsetzen von Teewasser oder die Hilfe bei anderen kleinen Problemen ist darin nicht enthalten - zum Bedauern der Mitarbeiterinnen der Diakoniestation Oberes Ermstal-Alb. Denn, so Karin Maier, Bereichsleiterin in Bad Urach: "Gerade bei Demenzkranken kann man den Besuch nicht abtakten und lediglich die besprochenen Aufgaben erledigen. Man muss spüren und fühlen, wie diese Patienten am jeweiligen Tag drauf sind." Diese Zeit können sich die Helferinnen Dank des Vereins zur Unterstützung der Diakonie Bad Urach, Seeburg, Hengen bewusst gönnen: Der Vorsitzende, Eberhard Abel, und Pfarrer Markus Kettnacker-Prang übergaben einen Scheck über 6500 Euro. "Damit ermöglichen wir das bisschen Mehr", so Abel.

400 Mitglieder zählt der Verein, der 2011 aus den Krankenpflegefördervereinen Bad Urach, Seeburg und Hengen entstanden ist. Deren Mitgliedsbeitrag kommt der Diakonie zu, 6500 Euro sind es dieses Jahr: "Jeder Euro fließt der Diakoniestation zu", unterstreicht er. Diese jährliche Zuwendung erleichtere laut Diakonie-Geschäftsführerin Christine Krohmer die Arbeit: "Unsere Mitarbeiter wissen, dass sie sich Zeit nehmen können." Das schließe gerade in Bezug auf Demenzkranke auch ein Gespräch mit den Angehörigen ein: "Die werden oft links und rechts überholt vom Zustand der Patienten", weiß Karin Maier.

Einmal im Jahr lädt der Förderverein die Mitglieder und interessierte Bürger im Rahmen der Hauptversammlung zu einem Vortrag ein. Am Donnerstag, 9. Oktober, sind im Delp-Haus die "Clowns im Dienst" zu Gast, die ein Anliegen haben: Kranke Kinder und alte Menschen zum Lachen zu bringen. Neben verschiedenen Kliniken werden von den derzeit 15 Klinikclowns auch regelmäßig Pflegeheime in der Region besucht. Die Zuhörer werden an diesem Abend sicherlich viel zu lachen haben, werden aber auch umfassend über die Arbeit informiert: "Sie stellen unter anderem vor", erläutert Pfarrer Kettnacker-Prang, "welche Möglichkeiten es im Umgang mit Demenzkranken gibt."

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