Konzert Flair in der Stimme, Wunderkerzen in der Hand

„The Futage“ tauchten die spröde Bauhofhalle mit ausgewählten Coversongs in eine Wohlfühl-Atmosphäre.
„The Futage“ tauchten die spröde Bauhofhalle mit ausgewählten Coversongs in eine Wohlfühl-Atmosphäre. © Foto: Privat
Bad Urach / swp 13.03.2018

Tiefe Gefühle in rustikaler Umgebung schließen sich nichts aus: In der Bauhofhalle sorgten die drei Musiker von „The Futage“ mit ihren Coverrock-Songs deluxe für eine zum Teil sehr emotionale Atmosphäre – Wunderkerzen-Feeling pur. Die Funkensprüher wurden denn auch kräftig geschwenkt.

 Die Kulturacher waren 2004 angetreten, Kultur in ungewöhnliche Räume zu bringen – immer wieder setzten sie im Lauf der Jahre dieses Motto um, so auch bei der jüngsten Veranstaltung: Raus die Fahrzeuge und rein die Musik hieß es am Freitag – die Bauhof-Halle war wegen des Abschluss-Zusammenseins nach der Markungsputzete am darauf folgenden Tag komplett leer geräumt und auf Vordermann gebracht. Zunächst machte die Akustik der Halle den Musikern Sorge, doch die erwies sich als unbegründet: Klar der Sound, bestens zu verstehen die Texte. Was aber auch niemanden wunderte: Die drei Musiker haben sich gefunden, um gemeinsam das zu machen, woran sie am meisten Spaß haben – Musik. Und den geben sie auch an die Zuhörer weiter, rund 70 Besucher hatten den Weg in die ungewöhnliche Location gefunden und genossen ein außergewöhnliches Cover-Programm.

 Denn Gitarrist Frank Acker, Uli Göhring (Percussions) und Til Eder (Gitarre und Harp) bewegen sich außerhalb der gängigen Pfade und damit der üblich zu hörenden Songs. Klar, ist auch der Beatles-Klassiker „Here comes the sun“ im Programm und wird Neil Youngs „Heart of gold“ gespielt. Aber eben nicht nur: Auf der Setliste stehen auch Songs von Bands wie „Orleans“ und „Walkt he moon“, „Train“ oder „Crowed house“ – wenig gehört und dennoch nicht unbekannt. Das gilt auch für „You get what you give“ von den „New radicals“ oder „Black horse in cherry tree“ von K.T. Tunstall. Es ist jedoch nicht nur die Liedauswahl, sondern die charismatische Art der Musiker: Alle drei sind Könner an ihren Instrumenten und haben viel Flair in der Stimme – Acker, Göhring und Eder interpretieren als Solisten ihre jeweiligen Songs auf ihre ganz eigene Art, mit ihrem dreistimmigen Gesang hebt sich „The Futage“ zudem von vielen anderen Cover-Bands ab. Am Ende eines in sich runden Konzerts wurden gleich mehrere Zugaben eingefordert. Der Abschied viel schwer.

 Mit Kulturach geht es am Freitag, 13. April, weiter. Dann ist im Graf-Eberhard-Gymnasium das Ein-Frau-Stück „Lola Blau“ mit Martina Auer zu sehen.  Begleitet wird sie an diesem Abend von Fritz Schlenker am Flügel.

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