Botanik Exkursion weg vom Einheitsbrei

Setzlinge und Samen: Wie Pflanzen vermehrt werden, lässt sich im Kräutergarten von Leonie Geigle erfahren.
Setzlinge und Samen: Wie Pflanzen vermehrt werden, lässt sich im Kräutergarten von Leonie Geigle erfahren. © Foto: Privat
Hengen / swp 07.08.2018

Samen für den Anbau im eigenen Garten kaufen die meisten Leute von Großhändlern. Dort wird  allerdings oft nur ein „Einheitsbrei an Pflanzen“ angeboten: Saatgut, das hoch gezüchtet worden ist und an besonderen Eigenschaften wie geschmacklicher Intensität verloren hat.

Die Eigenheiten von alten Sorten bleiben hierbei auf der Strecke.  Wie es anders gehen kann, lässt sich in Hengen anschauen: Am Freitagnachmittag, 10. August, öffnet Lonie Geigle ihren Kräutergarten in der Böhringer Straße 26 in Hengen für den Workshop „Pflanzenvermehrung im Hausgarten“ mit praktischen Tipps, inklusive einer Verköstigung und der Abgabe von Ablegern und Samen für den eigenen Garten. Die Weitergabe an Erfahrung liegt auch Woldemar Mammel am Herzen, der an diesem Nachmittag in Hengen von der Arbeit des Vereins „Kulturpflanzen Alb“ berichtet.

Interesse am Anbau wecken

„Nicht auf die lange Bank schieben“, das ist das Motto des Vereins Kulturpflanzen Alb. Das Ziel des Projektes ist es, interessierte Hobbygärtner für den Anbau von sortenreinem Gemüse zu gewinnen. Die direkte Ansprache von Interessenten ist Mammel dabei wichtig: „Wir wollen bewusst auch neu Interessierte ansprechen. Idealerweise kümmert sich jeder um den Erhalt einer speziellen Gemüsesorte – dafür brauchen wir viele Mitstreiter.“

Über die Vernetzung untereinander können so viele verschiedene Sorten einen Platz finden – in ganz Baden-Württemberg oder auch erst einmal im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Mammel wird über die verschiedenen Aktivitäten des Vereins Kulturpflanzen Alb berichten und seine Motivation durch die allgemeine Gefährdung von Pflanzensorten darstellen.

Nur mit Anmeldung

Praktische Samengewinnung kann an einer Grünkohlsorte ausprobiert werden. Auch Naturgärtnerin Lonie Geigle ist es wichtig, dass sich die Leute wieder auf alte Sorten besinnen, weil nur so die Sortenvielfalt erhalten werden kann. Ihr Naturgarten bietet eine große Vielfalt zu bewundern, an der sie die verschiedenen Vermehrungsarten der Pflanzen zeigen kann – um nicht an das Angebot von Großhändlern angewiesen zu sein.

Das Ende der botanischen Veranstaltung ist offen, da es Geigle wichtig ist, jede Frage ausführlich zu beantworten. Zu beachten ist: Eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist erforderlich, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Informationen und Anmeldung unter Telefon (0 71 25) 32 41 oder per E-Mail an geigle.urach@t-online.de.

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