Grafenberg Erwin Teufel zu Gast in der Kelter

Das Team um das Grafenberger Männervesper besteht unter anderem aus Siegfried Schneider, Siegfried Trinka, Matthias Euchner, Walter Thüringer, Hertmut Kurz, Ewald Schmon und Dietmar Schur.
Das Team um das Grafenberger Männervesper besteht unter anderem aus Siegfried Schneider, Siegfried Trinka, Matthias Euchner, Walter Thüringer, Hertmut Kurz, Ewald Schmon und Dietmar Schur. © Foto: Anne Laaß
Grafenberg / Anne Laaß 06.10.2018

Emanzipiert sind die Grafenberger Männer, das wird beim Treffen mit einem großen Teil des Vesper-Teams deutlich. „Für die Frauen gab es bereits das Frauenfrühstück“, erzählen sie im Gespräch. So kam dann die Idee auf, auch etwas für die Männer auf die Beine zu stellen. Gesagt, getan: Etwa 2010 sind die damals acht Mitglieder zusammengekommen, und zwar vier evangelische und vier katholische. So ist der Name „Ökumenischer Männertreff 2 x 4“ entstanden. Heute sind sie zwar zu neunt, aber der Name blieb. Das Team besteht aus Thomas Vorwerk, Siegfried Schneider, Siegfried Trinka, Matthias Euchner, Walter Thüringer, Hartmut Kurz, Ewald Schmon, Dietmar Schur und Helmut Trinka. Seit 2011 trägt diese Runde zur abwechslungsreichen Unterhaltung bei.

Kreativ sind die Männer durchaus, schaut man sich ihr Programm der vergangen acht Jahre an. Begonnen haben die Männervesper 2011 mit einer Debatte über die weltweite Finanzkrise von 2008 und das persönliche Verhältnis zum Geld. Weitere Themen waren in den folgenden Jahren auch die Hospizarbeit, das Arboretum, Flüchtlinge, Christ in der Politik und die Notfallseelsorge bei der Feuerwehr. Zwischen zwei und drei Vesper gibt es jährlich, hinzu kam auch das Projekt Brünnle: Thomas Vorwerk hatte die anderen darauf aufmerksam gemacht, dass es mal einen Brunnen gab. Schnell entstand der Wunsch, diesen wiederherzustellen. Etwa 30 Helfer und diverse Sponsoren ermöglichten es, das Projekt zu einem Erfolg zu machen.

Ebenfalls in guter Erinnerung geblieben, sind die Debatten, die sich bei den Vespern der vergangenen Jahre ergeben haben. Auch wenn vielleicht die eine oder andere hitzig war, so sei es doch immer bereichernd gewesen, sind sich die Organisatoren einig. Ideen für die Themen besprechen die neun Grafenberger mehrmals pro Jahr und legen so auch gleich das künftige Programm fest. Damit haben sie genug Spielraum, um die jeweiligen Vesper zu organisieren. „Wir haben auch andere Männer-Vespern besucht, uns angesehen, wie es dort gehandhabt wird und Kontakte geknüpft“, machen die Männer deutlich. Auf diesem Wege konnten auch Referenten für die Grafenberger-Treffs gefunden werden. Ähnlich verhält es sich mit dem aktuellsten.

Der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel wird in der historischen Kelter über „Europa – Vom Kopf auf den Fuß gestellt“ sprechen. Auf die Frage, wie dieser Kontakt zustande kam, gibt es zunächst ein Schulterzucken: „Für Erwin Teufel ist Grafenberg nicht unbekannt. Wir haben angerufen und er hat zugesagt“, so die Erklärung. Aufgrund der besseren Planung, wird bei diesem Männervesper am kommenden Freitag, 12. Oktober, um eine Anmeldung gebeten. Da stellt sich die Frage: Sind Frauen denn willkommen? „Wir wurden schon gefragt, und um ehrlich zu sein, wir würden keine Frau wegschicken, die sich angemeldet hat“, so die Organisatoren.

Die Treffen sind nicht allein durch die Referenten geprägt, sondern auch durch die Atmosphäre. „Es ist eine zwanglose Gemeinschaft, die christliche und weltliche Werte verbindet und das in einer Art Wohnzimmeratmosphäre“, beschreiben die Männer ihre Vesper. Willkommen sei prinzipiell jeder, ob zum Stammtisch oder, um sich dem Team anzuschließen. Somit könnte frischer Wind beim ökumenischen Männertreff 2 x 4 wehen, auch wenn es den neun Grafenbergern nicht an Ideen mangelt.

Anmeldung zum Vesper

Der Männertreff bittet um verbindliche telefonische Anmeldung für das nächste Vesper bei Thomas Vorwerk (0 71 23) 95 81 84, Matthias Euchner (0 71 23) 3 30 06 oder Helmut Trinka (0 71 23) 3 36 59.

Der Eintritt ist frei, jedoch wird um eine Spende zur Deckung der Kosten für das Männervesper gebeten. Sollte ein Überschuss entstehen, wird es für ein kirchliches oder soziales Projekt in Absprache mit Erwin Teufel verwendet.

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